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Spielinfos Bewertungen (2) User-Reviews (2) Screenshots (0) Spiel bewerten

Raging Blades

PS2
» Grafik: 59
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 60
» Spielspaß Multi: 80
» Gesamtwertung:
62
» Anzahl Bewertungen: 2     » alle zeigen
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Infos
» Von: feuergolem
» Am: 31.01.2006
» Spielzeit: 15 h
» Grafik: 59
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 60
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 62
Pro
2 Spieler Modus
Gelungene PAL-Anpassung
Contra
unwürdiges Flimmern
Detailarme Umgebungen
Qualität
» bewertet mit: 9
Raging Blades

Blocken, was war das nochmal?

Etwas ist faul im Königreich Atranart. Eine Tausendschaft bösartiger Wesen versucht, die heile Welt der Krieger Gray, Bud, Tina und Ray aufzumischen. Der perfekte Vorwand um den ahnungslosen Spieler in einen Feldzug gegen die üble Brut zu schicken. Jede der Spielfiguren in Raging Blades symbolisiert eine andere Charakterklasse. Ihr wählt also Ritter, Krieger, Priesterin oder Magier aus und macht Euch abhängig von Eurer Wahl jeweils auf einen anderen Weg, um die Quelle der Bedrohung zu beseitigen.
„A new Legend is born! “ – mit diesen Worten quittiert der Erzähler vollmundig die Charakterwahl des Spielers. Leider stellt sich bald heraus, daß sich diese Aussage eher gegenläufig zu den Erfahrungen des Raging Blades-Endverbrauchers verhält. So ist das Spielprinzip schnell erklärt: Ähnlich wie in Gauntlet betrachtet ihr das Fantasy-Schlachtfeld aus einer erhöhten Perspektive und pflügt unter Benutzung einiger weniger Kombos je nach Charakter mittels Schwert, Axt, Stab oder den bloßen Fäusten durch Massen von Feinden, bis ihr dem Endboss gegenüber steht. Ist dieser erledigt widmet Ihr Euch dem nächsten Abschnitt. Die Steuerung liefert hierbei wenige neue Impulse. Mit dem X-Button bearbeitet ihr die heranstürmenden Feinde und variiert Eure Schlagsalven mit dem Kreis-Knopf. Per Dreieck-Button lanciert ihr einen Zauberspruch, der alle Gegner im Umkreis zu Boden wirft. Durch einen Druck auf X und O gleichzeitig lädt sich ein Special Move auf, der am Höhepunkt der Aufladung durch Druck auf eine der drei Aktionstasten gezündet werden sollte.

So weit, so altbacken. Doch leider machte PCCW einige Fehler, die selbst ein seit 20 Jahren funktionierendes Spielprinzip noch zerstören können: Die Grafik wird vielen Menschen große Freude bereiten. Allerdings nur, wenn sie eine Xbox oder einen Gamecube unter dem Fernseher stehen haben. Die Texturen flimmern wie nichts gutes und die Polygonmodelle haben wir bei vielen Playstation2-Launchtiteln schon besser gesehen. Da hilft es wenig, daß das ganze Geschehen durchweg flüssig läuft. Die gute Palanpassung inklusive des 60 Hz-Modus ist eigentlich das einzige positive, was es hier zu vermelden gibt. Auch Soundeffekte und Musik sind vorhanden, allerdings wird sich niemand auch nur an ein Stück der dudelnden akustischen Untermalung erinnern.
Ein noch schlimmeres Bild ergibt sich bei der Spielbarkeit. Was nach dem allerersten Schlagabtausch schon sauer aufstößt, ist die zweifelhafte Entscheidung dem Spieler statt einer anständigen Block-Funktion nur einen ziemlich fußlahmen Ausweichschritt mitzugeben. In anbetracht der Tatsache, daß man größtenteils gegen eine Vielzahl von angreifenden Feinden zugleich bestehen muss, der Spielspaßkiller schlechthin. Ein ums andere Mal werdet Ihr umzingelt und erfahrt mehr Körperkontakt als Euch lieb ist. Berdauerlicherweise erlaubt es das Kampfsystem hierbei nicht, mehr als einen Gegner zugleich aufs Korn zu nehmen. Einmal gezündete Kombos lassen sich nicht abbrechen und gehen somit oft ins Leere. Hier müssen immer wieder unverschuldete Energieverluste hingenommen werden. Feinden, die Euch aus der Ferne angreifen habt ihr nichts entgegenzusetzen. Da hilft nur, die Angriffstaste in Lichtgeschwindigkeit zu malträtieren und die Distanzkämpfer möglichst schnell zu erreichen.

Doch auch mit besserer Optik und ohne Monsterplage wäre das Reich Atranart keine Touristenhochburg. In den Leveln gibt es einfach nichts tolles zu sehen. Frei von Höhepunkten hämmert ihr Euch durch die, in regelmässigen, kurzen Abständen lange nachladenden Areale und verflucht jeden neuen Gegner der auftaucht, nur um die Zeit zum Levelende zu strecken.
Ab und an kreuzt ihr den Weg einiger herumstehender Kisten, von denen einige Power-Ups freigeben. Neben Heiltränken sind verschiedene angriffstärkende Mittelchen im Angebot, deren Wirkung schon nach wenigen Sekunden wieder abflaut. Eine „Extra-Jagd“ wie in Gauntlet, welches den Spieler immer wieder durch ausgefallene Items zu belohnen weiss, bleibt also aus. Die Endgegner haben genau wie ihr eine Handvoll Attacken in petto, die sie nach keinem erkennbaren Muster auf Euch loslassen. In einem Endkampf besser oder schlechter auszusehen ist also reine Glückssache.
Geteiltes Leid ist halbes Leid, dachten sich wohl die Programmierer, als sie den Muliplayer-Modus implementierten. Und siehe: die kooperative Variante des Storymodus spielt sich schon gar nicht mehr so schlimm. Was allerdings eher daran liegt, daß das Geschehen mit einem helfenden Kumpel an der Seite nicht mehr ganz so unfair ausfällt. Ansonsten gleicht das Coop-Spiel dem Einzelgänger-Part wie ein Ei dem anderen. Auch gegeneinander kann man Raging Blades bestreiten. Der „Battle“ reizt aber aufgrund des mauen Kampfsystems sogar noch weniger als das Hauptspiel.
Wenigstens in einem Punkt hat der Raging Blades-Besitzer gut lachen. Die deutsche Übersetzung der schon im Original überaus hanebüchenen und trashigen Story würde im Programm so manches Stand-Up Comedians eine echte Bereicherung darstellen.
Fazit
Der Titel hat gute Grundvoraussetzungen wie der sehr spassige 2-Player Modus und die leichte Zugänglichkeit. Doch leider fehlt es dem Titel an dem Feinschlif im Gameplay so wie der richtigen Technik. Fans des Genres können Ruhig zugreifen, alle anderen sollten den Titel erst mals Probe spielen.
Infos
Erhältlich für
Genre
Action
   Action-Adventure
Publisher
Wanadoo Edition
Entwickler
Wanadoo Edition
Website
-
Release
Erhältlich
Spiel kaufen
»  Game World
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