Short-Review:
Amped
Entwickler: Microsoft Game Studios
Hersteller: Microsoft
Gameplay:
Amped ist kein klassisches Snowbaordspiel, in dem es darum geht so schnell wie möglich eine vorgefertigte Route runterzupreschen, sondern konzentriert sich voll und ganz auf die Tricks, welche man beim Freestyle-Ride ausführen muss.
Dass hierbei der ein oder andere Sturz nicht ausbleibt ist natürlich sonnenklar.
Auch wenn dies anfangs vielleicht noch extrem hart und unfair erscheinen mag, so blickt man im späteren Spielverlauf nur noch mit einem müden Lächeln auf die früheren Leistungen zurück und erfreut sich an immer spektakuläreren Flips, Spins und anderen akrobatischen Meisterleistungen.
Das gesamte Spiel ist hierbei wie eine Karriereleite aufgebaut und vermittelt ein gutes Gefühl vom harten Snowboard Alltag.
So berichten die Medien auch nur über einen, wenn man gut genug war und sich bei den entsprechenden Stellen der Abfahrt keine Patzer erlaubt hat. Passt sehr gut!
Witzige Animationen zwischen den verschiedenen Prüfungen lockern das Spiel ebenfalls noch nachträglich auf.
Grafik:
Mit der grafischen Darstellung von Amped haben sich die findigen Programmierer der Microsoft Game Studios mal wieder keine Blöße gegeben und bieten dem geneigten Spielerauge eine Vielzahl an verschiedenen Berghängen, die allesamt mit unterschiedlichen Schnee-Beschaffenheiten aufwarten können. Ja, richtig gehört: Der Schnee wirkt in jedem der Areale unterschiedlich und ist nicht nur einfach weiß, sondern schon richtig "gemustert".
So kann man auch als unerfahrener Laie leicht den feinen Puder-Schnee von dem geplätteten Stampf-Schnee unterscheiden. Manchmal kommt es sogar vor, dass man über einen zugefrohrenen Bach schlidern muss, um die jeweilige Rampe zu erreichen.
Obwohl die Umgebung fast nur aus Bäumen und Steinen besteht, so wirkt sie doch sehr schön und teilweise richtig bombastisch. So eine Detailverliebtheit und Weitsicht habe ich schon lange nicht mehr in einem Videospiel gesehen.
Grafikaufbau sowie unerwünschte Pop-Ups wird man auf den virtuellen Bergen von Amped nicht finden.
Sound:
Auch die der Sound ist sehr gut gelungen und kann 210 verschiedenen Songs voll und ganz überzeugen.
Das Tolle daran: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Egal ob Rock-, Techno- oder Chillout-Musik. Hier wird jeder fündig und kann sich sogar seinen ganz eigenen Soundtrack zusammenstellen.
Selbstverständlich ist da schon die Tatsache, dass die Lieder von der Festplatte ebenfalls eingebunden werden können.
Das Schlidern, Gleiten oder Kratzen der Snowboards auf dem weißen Untergrund ist ebenfalls sehr authentisch eingefangen worden und veleiht der Akustik des Spiels noch den letzten Schliff.
Fazit:
Amped ist ein klasse Tendsport-Spiel, das man sich auch als Snowboard-Muffel aufgrund der vielen positiven Eigenschaften auf jeden Fall mal anschauen sollte.
Über den halben Multiplayer-Modus, bei dem man nur abwechselnd Zocken kann, lässt sich deshalb auch hinwegsehen.
Pro:
- Klasse Grafik und Sound
- Gut gelungenes Gameplay mit vielen Innovationen
- Stylishe Aufmachen des gesamten Spiels
Contra:
- Lange Ladezeiten
- Anfangs sehr schwer