Infos
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» Spielzeit: |
15 h |
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» Grafik: |
90 |
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» Sound: |
91 |
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» Spielspaß Solo: |
93 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
93 |
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Pro
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hervorragendes Gameplay |
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sehr gute Präsentation |
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filmreif inszeniert |
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Contra
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verwirrende Story |
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unspektakulärer zweiter Charakter |
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etwas kurz |
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Qualität
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Schleichen ist die Devise
Metal Gear Solid war eines der beliebtesten Spiele für Sony´s erste Playstation. Das Schleich-Abenteuer um Solid Snake bot ein überragendes Gameplay gepaart mit einer packenden Story. Bei so einem Erfolg musste natürlich ein zweiter Teil erscheinen, jedoch mussten die Fans bis zum Jahr 2001 warten, bevor sie mit Metal Gear Solid 2: Sons Of Liberty den Nachfolger in den Händen halten konnten. Natürlich waren die Erwartungen hoch, doch es bleibt wie bei jedem Spiel die Frage ob MGS 2 diese überhaupt erfüllen konnte.
Wie man schon an den ersten Trailern erkennen konnte beginnt man das Spiel auf einem Tanker. Auf diesem Tanker schlüpft man wieder in die Rolle von Superagent Solid Snake, der den Auftrag hat, auf diesem Tanker Beweise für eine mobile Abschussvorrichtung nuklearer Sprengköpfe zu finden. Diese Beweise gilt es in Form von Fotos des neuen Metal Gear, der auf den Namen Metal Gear Ray getauft wurde, vorzubringen. Doch um diese Fotos tatsächlich schießen zu können muss er bis tief in den Tanker vordringen.
Sobald man die Fotos in der Tasche hat ist das Spiel aber noch nicht vorbei, denn der Abschnitt auf dem Tanker macht nur einen kleinen Teil des Spiels aus. Ein paar Jahre später wird ein junger Agent namens Raiden auf eine Bohrinsel geschickt, um den Präsidenten aus den Fängen einer Terroristengruppe zu retten.
Vielmehr soll zur Story nicht gesagt werden, da es einige interessante Wendungen gibt, die ihr lieber selber herausfinden solltet.
Am Spielprinzip von Metal Gear Solid hat sich im Prinzip nichts geändert. Es geht immer noch darum seine Mission so unbemerkt wie möglich abzuschließen, schleichen ist das wichtigste Element in Metal Gear Solid 2. Wer seine Aufträge ohne großes Aufsehen erfüllen kann, wird es wesentlich einfacher haben, als jemand der einen Alarm nach dem anderen auslöst. Erfreulicherweise ist aber nicht alles verloren wenn man doch einmal dem Feind in die Arme rennt, denn Snake ist ziemlich gut bewaffnet und hält im Vergleich zu Konkurrenten wie Sam Fisher deutlich mehr gegnerische Treffer aus.
Um die Mission noch unauffälliger zu beenden steht euch in MGS 2 von Beginn an eine Betäubungspistole zur Verfügung. Diese ist zu eurem Vorteil auch noch mit einem Schalldämpfer ausgerüstet und ermöglicht euch so, das unbemerkte (vorübergehende) Ausschalten von Wachen.
Doch nicht nur simples Schleichen ist in MGS 2 gefordert, ihr müsst euch darüber hinaus noch mit den Folgen eures Handelns auseinandersetzen. Habt ihr zum Beispiel einen Feind erledigt solltet ihr ihn auf keinen Fall einfach so mitten im Weg liegen lassen, sondern lieber nach einem Versteck für den leblosen Körper suchen. Schränke sind hier besonders gut geeignet.
Ein weiters neues Element ist die Ego-Perspektive, die ihr beim Gebrauch von Waffen hinzuschalten könnt. Diese Ansicht macht es euch möglich wesentlich genauer zu zielen.
Erstaunlich an MGS 2 ist die Abwechslung zwischen Actionreichen Passagen und Stealth-Einlagen, wobei letztere natürlich deutlich häufiger vorkommen. Die Action-Abschnitte beschränken sich meist auf Endgegner. Doch trotzdem sorgt MGS 2 für Abwechslung, denn immer wenn ihr einen langen Stealth-Abschnitt hinter euch habt und euch möglicherweise schon die Lust am schleichen vergangen ist, kommt es zu einem Kampf mit einem Endgegner.
Und genau diese Kämpfe sind, wie auch schon im Vorgänger, hervorragend inszeniert, denn jeder der unterschiedlichen Bosse hat eine besondere Spezialfähigkeit, die euch dazu zwingt eine spezielle Taktik anzuwenden.
Das Gameplay überzeugt also auf ganzer Linie und auch die Präsentation steht dem in nichts nach. Grafisch ist MGS 2 trotz seines Alters auch heute noch eine Wucht, vor allem der Regeneffekt auf dem Tanker sieht toll aus. Auch die Charaktermodelle sind sehr detailliert. Eine sehr positiv zu bewertende Änderung ist die Abschaffung der deutschen Synchronisation. Meistens ist es bei Spielen so, dass man sich eine deutsche Sprachausgabe wünscht, doch bei Metal Gear solid war diese ziemlich schwach, so dass es die logische Konsequenz war MGS 2 auf englisch zu belassen. Und das tut dem Spiel nur gut, denn die englischen Sprecher machen ihren Job wirklich gut.
Klingt also alles sehr positiv, jedoch muss man sagen, dass es auch in Metal Gear Solid 2 Kritikpunkte gibt. Zwei davon sind mir besonders aufgefallen. Zum einen ist da die Story, die in ihren Grundzügen zwar schon fesselnd ist, jedoch wird diese im Spielverlauf so verstrickt, mit so enorm vielen Wendungen, dass man schnell einmal den Überblick verliert. Ich habe das Spiel mehrere Male durchgespielt und kann immer nur die grundlegende Story wiedergeben. Der zweite Kritikpunkt ist die Einführung eines neuen Spielcharakters im zweiten Abschnitt des Spiels. Während Snake ein wirklich cooler Charakter ist mit dem man sich identifizieren kann, ist Raiden einfach zu langweilig. Die meisten Spieler werden sich mit ihm nicht anfreunden können, denn er kommt bei weitem nicht an die Coolness von Snake heran. Auch stellt man sich einen Geheimagenten auf keinen Fall wie Raiden vor.

Fazit
Doch trotzdem ist Metal Gear Solid 2: Sons Of Liberty ein überragendes Spiel. Das Gameplay weist bis auf seltene und geringfügige Mängel, keine negativen Aspekte auf und überzeugt voll und ganz. Auch die Präsentation steht dem Rest des Spiels in nichts nach, denn sowohl die Grafik als auch der Sound spielen in der ersten Liga mit. Über die zu verworrene Story und den etwas lahmen zweiten Spielcharakter kann man hinwegsehen. Eigentlich sollte jeder PS2 Besitzer dieses Spiel gespielt haben.
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