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Spielinfos Bewertungen (21) User-Reviews (2) Screenshots (0) Spiel bewerten

215. Kingdom Hearts

PS2
» Grafik: 85
» Sound: 88
» Spielspaß Solo: 89
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung:
89
» Anzahl Bewertungen: 21     » alle zeigen
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Infos
» Von: feuergolem
» Am: 31.01.2006
» Spielzeit: 20 h
» Grafik: 90
» Sound: 89
» Spielspaß Solo: 85
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 82
Pro
Klasse deutsche Synchro
Grafikstil
Helden
Contra
Pal-Balken
Qualität
» bewertet mit: 9
Kingdom Hearts

Disney meets Squaresoft

Disney meets Squaresoft! Dass aus dieser doch recht eigenwilligen Verbindung ein gutes Action-RPG entstehen kann, beweist Squaresofts Kingdom Hearts. Der Spieler schlüpft in die Haut des Jungen Sora. Mit seinen gleichaltrigen Freunden lebt er scheinbar fernab von jeglicher Zivilisation auf einem tropischen Inselparadies. Als die Kokosmilch nicht mehr richtig schmecken will und sich bei den Heranwachsenden die Frage stellt, was wohl am Horizont liegen mag, macht sich Sora auf, die Insel zu verlassen. Leider kommt es anders als man denkt und als die mysteriösen Herzlosen, welche Sora schon seit geraumer Zeit in seinen (Alp-)Träumen verfolgen, auftauchen, steht die kleine Welt des Jungen Kopf und er findet sich an einem anderen, nicht weniger seltsamen Ort wieder.
Disney-Freunden dürften die meisten Bewohner der diversen Planeten, die Sora fortan besucht, durchaus bekannt vorkommen. Hier grüßt Tarzan seine Jane, Aladdin versucht seine Prinzessin zu retten und mit Donald und Goofy sind sogar zwei bekannten Disney-Charaktere in der Party des Spielers vertreten. Besonders eigenwillig wird es jedoch erst, als auch diverse Square-Helden aus den Final Fantasy- oder Secret of Mana-Episoden ihr Stelldichein geben. Überraschenderweise entsteht trotz des Zusammentreffens solch unterschiedlicher Welten fast nie der Eindruck, dass es sich bei Kingdom Hearts um ein Flickwerk handeln würde. Die durchaus interessante Hintergrundgeschichte erfreut Fans beider Firmen und gibt sich trotz des hohen Anteils an Disney-Figuren zudem ziemlich erwachsen.

Bevor der Spieler jedoch das Geheimnis um Sora und die Herzlosen löst, gilt es, in alter Rollenspielmanier Horden von kleineren und größeren Gegnern zu vernichten. Wer nun in Kingdom Hearts klassische, rundenbasierte Kämpfe im Stile von Final Fantasy oder Grandia erwartet, dürfte zunächst enttäuscht sein. Squaresoft hat sich mit ihrem Titel deutlich an klassischen Action-Adventures wie Zelda bedient. Der Spieler steuert Sora aus der dritten Person und liefert sich allerlei Echtzeitkämpfe mit den Schattenwesen des Spiels. Die Steuerung ist dabei – zumindest in der Theorie – denkbar einfach. Mit Hilfe der Schultertaste könnt ihr jederzeit Gegner markieren, so dass die ansonsten recht tief hängende Kamera, welche zudem außerhalb der Kämpfe immer manuell nachjustiert werden muss, fortan genau diesen Gegner im Mittelpunkt behält und es dem Spieler so ermöglicht, um ihn herumzutänzeln, ohne den Feind aus den Augen zu verlieren. Leider funktioniert das System alles andere als gut. Squaresoft hat es leider verpasst, dem Spiel eine Transparenzroutine mitzugeben, so dass dem Spieler extrem häufig Wände, Gegenstände und selbst andere Gegner den Blickwinkel versperren. Zudem ist die Steuerung alles andere als direkt. Obwohl ihr zum Angreifen eurer Feinde eigentlich nur eine Taste drücken müsst, habt ihr fast immer das Gefühl, dass der Befehl leicht zeitverzögert ausgeführt wird. Besonders ärgerlich wird dieser Umstand in den glücklicherweise recht seltenen Sprungpassagen des Spiels. Hier torkelt ihr von einer Plattform auf die Nächste und dankt Square dafür, dass sie zumindest auf bodenlose Abgründe verzichtet haben, so dass ein Fehlsprung maximal einen erneuten Versuch von Nöten macht.

Deutlich besser gelöst ist die Nutzung der diversen Gegenstände und Magiesprüche, welche ihr im Verlauf eures Abenteuers auflest. Anstatt den Spielfluss durch ein Menü zu stören, habt ihr mit Hilfe des zweiten Steuerkreuzes jederzeit die Möglichkeit, durch ein kleines Menü am unteren Bildschirmrand zu schalten und somit schnell während der Kämpfe auf besondere Fertigkeiten oder Gegenstände zuzugreifen.
Damit euch neben den recht umfangreichen Kampfsequenzen etwas Abwechslung geboten wird, hat Square einige Minispielchen in Kingdom Hearts eingebaut, von welchen das Gummi-Schiff besonders in Auge sticht. Mit ihm habt ihr nicht nur die Möglichkeit durch die diversen Spielwelten zu wechseln, sondern dürft euch auch als Schiffsbauer im Lego-Stil versuchen und kleinere und leider auch recht zähe Shootereinlagen meistern. Zwar erreicht keins der Minispiele das Niveau eines Vollpreisproduktes, als Zeitvertreib taugen sie jedoch allemal.

Während sich das Spielprinzip also recht zwiespältig gibt, kann die technische Seite von Kingdom Hearts fast völlig überzeugen. Die Grafik ist auf gewohnt hohem Square-Niveau und vor allem die Einbindung der Disney-Charaktere ist den Japanern hervorragend gelungen. Man fühlt sich schon nach wenigen Minuten wie in einem Disney-Film und alle Figuren bewegen und verhalten sich so, wie man es aus Film und Fernsehen gewohnt ist. Überhaupt zählen die Animationen des Action-RPGs zu den Besten, die es bis dato in einem Spiel zu bestaunen gab. Trotz des recht großen Umfangs von Kingdom Hearts verfügt jede Figur über sehr charakteristische und lebensnahe Animationenphasen, welche einen großen Teil dazu beitragen, die Welt von Sora und Kollegen lebensecht erscheinen zu lassen. Einzig die recht großen PAL-Balken stören den optischen Videospielgenuss etwas. Das Ausmaß der horizontalen Balken nimmt zwar glücklicherweise nicht mehr ganz das abschreckende Niveau von Final Fantasy X ein, ist aber dennoch störend.
Gar noch besser gefällt die akustische Seite des Gemeinschaftsprojektes. Publisher Sony hat bei der deutschen Lokalisierung eine kleine Meisterleistung hingelegt und Synchronstimmen auf dem hohen Niveau der Disney-Filme für Kingdom Hearts genutzt und auch die Hintergrundmusik passt fast immer zur jeweiligen Situation. Dank sehr verschiedener Musikrichtungen aus den Disney-Filmen sowie diverser Kompositionen von Square-Komponist Yoko Shimomura und Hollywood-Koryphäe Danny Elfman macht es auch kaum etwas aus, dass sich die meist etwas kurzen Stücke innerhalb eines Levelabschnitts häufig wiederholen.
Fazit
Der aussergewöhnliche Grafikstil und auch das frische Thema machen Kingdom Hearts zum Pflichttitel für jede gute Spielsammlung.
Infos
Erhältlich für
Genre
Rollenspiele
Publisher
SCEE
Entwickler
SquareSoft
Website
de.playstation....
Release
Erhältlich
Spiel kaufen
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Features
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