Eigentlich ist ja schon in Magazinen und Web-Reviews genug über dieses Spiel geschrieben worden. Da es aber zu meinen All-Time-Lieblingsspielen gehört, will ich auch noch meinen Senf dazu geben.
Ihr habt noch keine PS2? Kauft euch eine mit diesem Spiel und ihr werdet nicht mehr vom Bildschirm wegkommen. Das Joypad wird an euren Händen festwachsen. Ihr werdet nicht mehr schlafen, nicht mehr essen, nicht mehr arbeiten wollen. Ihr werdet nicht mehr mit GT3 aufhören können, bis ihr auch das letzte Rennen gewonnen habt. Ihr werdet nur noch für GT3 leben. Dieses Spiel macht süchtig!!!
Allerdings ist ein Wort der Warnung angebracht: GT3 ist kein Fun-Racer wie etwa The Need for Speed oder Autobahn Raser, d.h. man muß schon etwas vorsichtiger mit Gas und Bremse umgehen, wenn man nicht permanent aus den Kurven geschleudert werden will. Frusterlebnisse sind deshalb für Fahranfänger nicht ausgeschlossen!
Zum Gameplay ist zu sagen, daß GT3 sich in zwei wesentlichen Punkten von anderen Rennspielen unterscheidet. Einmal in der Unzahl von Fahrzeugen, die ihr käuflich erwerben könnt (mit Geld, das ihr durch gewonnene Rennen verdient) und einmal in den vielen Upgrade-/Tuning-/Einstellungsmöglichkeiten der Fahrzeuge. Jedes Fahrzeug hat seine individuellen Fahreigenschaften, jeder Umbau, den ihr vornehmt, wirkt sich erkennbar auf diese Eigenschaften aus. Da euch zu Anfang nur wenig Geld zur Verfügung steht, beginnt GT3 relativ "langsam". Will sagen: Ihr könnt euch zunächst nur langsamere Autos leisten, erst wenn ihr einiges an Preisgeldern abgesahnt habt, könnt ihr euren Schlitten aufmotzen oder euch schnittigere Flitzer leisten - dann steigt mit der Renngeschwindigkeit natürlich auch der Schwierigkeitsgrad, denn auch eure Gegner werden immer stärker.
Diese Features machen natürlich schon einen großen Teil des Suchtfaktors aus: Man möchte einfach nur noch schnell das nächste Rennen gewinnen (und das übernächste – und das über-übernächste – und so weiter), um mehr Geld zu verdienen, damit man sich noch eins der herrlichen Autos aus dem umfangreichen Fuhrpark leisten und dieses tunen kann.
Immer noch sehenswert ist die Grafik (die Hintergrundmusik ist nicht so toll, kann man zu Glück abschalten), im Vergleich zu aktuellen Rennspielen macht GT3 auch heute noch einen guten Eindruck. Man hat das Gefühl, in einem echten Auto zu sitzen und über reale Rennstrecken zu fahren, anders kann man das nicht beschreiben.
Es gibt da z.B. eine neue Rennstrecke durch die Innenstadt von Tokio, die ist der absolute Wahnsinn. Riesige Wolkenkratzer mit verspiegelten Fassaden, in denen tatsächlich die ganze Umgebung reflektiert wird, dazu eine Unmenge von Bäumen, Straßenschildern, Ampeln, Zuschauern (letztere aber nur als flache Bitmap-Tapeten) usw. am Straßenrand – herrlich. Allerdings sind nicht alle Strecken so schön. Ein paar von denen, die aus den Vorgängern übernommen wurden, sind sogar etwas eintönig.
Die Fahrzeugmodelle sehen einfach nur wunderschön aus, nur wenn man genau hinsieht, erkennt man beispielsweise bei den Rundungen des New Beetle eine gewisse Stufenbildung. Im Replay ist die Graphik noch einen Tick besser (das Hitzeflimmern über der Straße sieht man z.B. im Rennen nicht, nur in der Wiederholung), man könnte meinen, man hätte versehentlich auf einen TV-Sportkanal gezappt und würde jetzt ein echtes Rennen sehen.
Die eigenen Fahrleistungen kann man durch Statistiken und graphische Darstellungen überprüfen. So kann man genau sehen, an welcher Stelle der Rennstrecke man vielleicht zu früh gebremst oder zu spät beschleunigt hat usw., dadurch kann man Fahrfehler korrigieren.
Die Benutzeroberfläche wurde übersichtlicher gestaltet und ist bequemer zu handhaben als in früheren Spielen der Reihe. Auch sind die Ladezeiten meistens erfreulich kurz.
GT3 bietet wieder alles, was ein hervorragendes Rennspiel ausmacht: Realistische Fahrphysik, großer Fuhrpark mit der Möglichkeit zu umfangreichem Tuning, viele Rennstrecken, viele verschiedene Spielmodi.
Meine persönliche Meinung: Dies ist nach wie vor beste Rennspiel überhaupt!