Infos
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» Spielzeit: |
0 h |
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» Grafik: |
86 |
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» Sound: |
90 |
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» Spielspaß Solo: |
87 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
87 |
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Pro
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Grafik |
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Rendersequenzen |
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Musik |
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CTB-Kampfsystem |
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Sphärobrett |
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Contra
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Miese PAL-Anpassung |
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Wenige Nebenmissionen |
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Linearität |
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Kaum Rätsel |
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Zu viele Zufallskämpfe |
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Qualität
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Final Fantasy X
Während einer Blitzballpartie muss der junge Tidus die Zerstörung seiner Heimat Zanarkad durch ein Wesen, namens Sin, miterleben. Bei seinem Fluchtversuch kommt Tidus jedoch in direkten Kontakt mit Sin und wird in diesen hineingezogen. Tidus erwacht in der Welt von Spira und lernt dort, die junge Beschwörerin Yuna und ihre Leibgarde kennen. Yuna ist in der Lage mächtige Kreaturen zu Beschwören, so genannte Aeons, und gehört somit zu den wenigen Auserwählten die in der Lage sind Sin zu besiegen und Spira die „Stille Zeit“ zu bringen. Begeleitet wird die junge Beschwörerin von Kimahri, einem stillen Ronso, Lulu, der Schwarzmagierin, Wakka, dem Blitzballspieler, Auron, der legendären Leibgarde, Rikku, der Diebin und letztendlich auch von Tidus. So beginnt eine lange Reise durch ganz Spira um die ultimative Beschwörung zu finden, die Sin zu vernichten vermag.
Die sehr gefühlvolle Geschichte von Final Fantasy X weiß auch schon wie die der Vorgänger durch zahlreiche überraschende Wendungen zu überzeugen und wird mittels prächtiger Zwischensequenzen in Spielgrafik erzählt. Dank der großartigen englischen Sprachausgabe baut sich während der Zwischensequenzen eine dichte Atmosphäre auf, die einem sofort in den Bann dieses Spiels zieht. Ein wenig ärgerlich ist allerdings, dass die englische Sprachausgabe und die deutschen Untertitel nicht immer 100%ig übereinstimmen. Das liegt daran, dass die deutsche Version direkt aus dem Japanischen übersetzt wurde und sich eben an manchen Stellen etwas von der englischen Version unterscheidet. Der Atmosphäre des Spiels schadet dieser Kritikpunkt nicht wirklich, aber ein wenig verwunderlich ist es schon. Wie auch schon in den PSOne Vorgängern, spendierte Squaresoft wichtigen Ereignissen spektakuläre Rendersequenzen, welche die Geschichte noch intensiver erscheinen lassen. Final Fantasy Fans wird allerdings sehr schnell auffallen, dass sich die zehnte Ausgabe der Reihe bedeutend linearer spielt als die Vorgänger. Zwar bietet auch Final Fantasy X einige Nebenmissionen, diese werden euch aber größtenteils erst gegen Ende des Spiels zugänglich, was so manchen Spieler etwas stören wird.
Spielerisch hält sich Final Fantasy X an die klassischen Genrestandards. In den Städten und Dörfern solltet ihr euch mit allen Bewohnern unterhalten um weitere Informationen und Gegenstände zu erhalten um weiter im Spiel voran zu kommen. Außerdem solltet ihr hin und wieder auch die örtlichen Shops besuchen und euch mit den neuesten Waffen und Gegenständen auszurüsten. Ansonsten steuert ihr Tidus durch die Welt von Spira und werdet in zahlreiche Zufallskämpfe und Gespräche verwickelt. Rätsel sind in Final Fantasy X zwar Mangelware, dafür sind die wenigen auch ziemlich fair gestaltet und wissen durchaus für ein paar Minuten zu unterhalten.
Das Herzstück von Final Fantasy X ist das CTB (Conditional Turn-Based)-Kampfsystem. In den PSOne Vorgängern setzte Squaresoft immer auf ATB (Active Time Battle)-Kampfsysteme, welche im Vergleich mit dem CTB-System deutlich hektischer waren. Geratet ihr in eine der zahlreichen Zufallskämpfe schaltet das Spiel in einen eigenen Kampfbildschirm. Dort könnt ihr mit maximal drei Charakteren aktiv den Kampf bestreiten, netterweise könnt ihr aber jederzeit zu den anderen Kämpfern auf der „Ersatzbank“ wechseln, indem ihr die linken Schultertasten betätigt. So könnt ihr schnell und einfach eure Strategie dem Kampverlauf anpassen. Am rechten Bildschirmrand befindet sich das CTB-Fenster, dank dem ihr netterweise erkennt, wann welcher Charakter bzw. Gegner zum Zug kommt und welche Auswirkungen eure Aktionen auf die Reihenfolge haben. Vor allem gegen die Bossgegner ist das CTB-Fenster vom unschätzbaren Wert.
Wie schon gesagt könnt ihr problemlos eure Kämpfer ein- und auswechseln, was ihr während des Spielverlaufs oftmals machen werdet, da jeder Charakter seine ganz besonderen Vor- und Nachteile besitzt. Tidus eignet sich perfekt zum Ausschalten flinker Gegner, während sich Wakka der Flugmonster annimmt, Auron hingegen ist dank seiner Kraft und seinem mächtigen Schwert in der Lage selbst die härtesten gepanzerten Gegner zu durchbohren, im Gegenzug eignet sich Lulu ideal für magieanfällige Monster. Kimahri kann dafür mittels seiner Fähigkeit Dragonik sich besondere Fähigkeiten der Gegner aneignen, während Rikku in der Lage ist Gegner zu beklauen und Maschinenmonster in kürzester Zeit auseinander zunehmen. Yuna selbst fungiert in erster Linie als Heilerin, aber dank der mächtigen Aeons ist sie im Kampf wahrlich nicht wehrlos und kann selbst den gefährlichsten Gegnern ordentlich einheizen.
Für jeden erfolgreich beendeten Kampf erhalten eure Charaktere aber keine Erfahrungspunkte, sondern AP (Ability Points). Sobald die AP eine bestimmte Punktezahl erreicht haben steigt der Sphäro-Level eures Helden. Squaresoft hat sich nämlich in Final Fantasy X vom Rollenspieltypischen Erfahrungspunktesystem verabschiedet und dem Spiel stattdessen, dass so genannte Sphärobrett beschert. Das Sphärobrett gleicht im Prinzip einem Spielbrett auf dem sich zahlreiche Felder befinden, in die ihr verschiedenste Sphäroiden einsetzen könnt. Verfügt euer Charakter also über einen Sphäro-Level von 2, so könnt ihr euch auf dem Sphärobrett zwei Felder fortbewegen und in diese Felder die dafür vorgesehenen Sphäroiden einsetzen. Im Spielverlauf werdet ihr die verschiedensten Arten von Sphäroiden finden, mit denen ihr Statuswerte wie Angriff, Verteidigung, Magie, HP und MP steigern könnt. Auf den ersten Blick sieht das neue Charakterentwicklungssystem kompliziert aus, aber in Wirklichkeit spielt es sich unglaublich einfach und man fragt sich warum so ein ähnliches System nicht schon vorher in einem RPG eingesetzt wurde.
Technisch wäre Final Fantasy X nahezu über jeden Zweifel erhaben, wenn die PAL-Anpassung nicht misslungen wäre. So bekommt das Spiel leider klare Abzüge für die dicken, fetten PAL-Balken, wodurch alle Charaktere im Gegensatz zu den NTSC Fassungen gestaucht wirken. Sieht man davon einmal ab, so bekommt man detailreiche Figuren mit schönen Texturen und flüssigen Animationen zu sehen, die sich auch in der Nahansicht nicht verstecken müssen. Auch die vorgerenderten Hintergründe sind sehr abwechselungsreich gestaltet worden und zeugen erneut von der Detailverliebtheit der Entwickler. Auch die Lichteffekte und Beschwörungsanimationen der Aeons wissen zu jedem Zeitpunkt voll zu überzeugen. Die schon weiter oben genannten Rendersequenzen gehören sowieso zu den Besten die es auf der Playstation 2 gibt und zeugen von den großartigen Fähigkeiten der Entwickler.
Bei den wunderschönen Melodien hat Squaresoft erneut absolut ins Schwarze getroffen und jede Spielsituation mit einer passenden Melodie unterlegt. So werdet ihr nicht nur klassisch angehauchte Musikstücke vernehmen dürfen, sondern auch rockigere, härtere Melodien, wie in der Intro-Rendersequenz. Die fantastische englische Sprachausgabe trägt, wie schon erwähnt, enorm zur Atmosphäre des Spiels bei und lässt Final Fantasy X zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.
Für Final Fantasy Fans ist auch die zehnte Ausgabe wieder einmal Pflicht, auch wenn sich das Spiel teilweise deutlich von den Vorgängern unterscheidet und sich linearer spielt. Dafür punktet das Spiel vor allem durch die gefühlvolle Story, das tolle Charakterdesign, das CTB-Kampfsystem und das neuartige Sphärobrett-Entwicklungssystem.

Fazit
Ich war sofort von Final Fantasy X fasziniert, aber nicht wegen der tollen Optik, sondern wegen dem genialen CTB-Kampfsystem und dem Sphärobrett. Für mich als Fan rundenbasierter RPG war das CTB-System natürlich eine Offenbarung, die durch das eigene Charakterentwicklungssystem nochmals enorm an Tiefgang gewann. Auch die liebevoll gestalteten Helden wuchsen mir mit der Zeit sehr ans Herz, wobei Wakka und Auron zu meinen klaren Favoriten gehören. Die Linearität des Spiels hat mich zu keinem Zeitpunkt gestört, da ich mich dadurch voll auf die gefühlvolle und spannende Geschichte konzentrieren konnte. Nur die PAL-Balken und die hohe Anzahl der Zufallskämpfe gegen Ende des Spiels haben den Spielspaß etwas gemindert.
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