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F1 Career Challenge

PS2
» Grafik: 70
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 50
» Spielspaß Multi: 50
» Gesamtwertung:
60
» Anzahl Bewertungen: 3     » alle zeigen
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Infos
» Von: axelkothe
» Am: 31.03.2006
» Spielzeit: 0 h
» Grafik: 70
» Sound: 70
» Spielspaß Solo: 50
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 60
Pro
Karrieremodus
authentische Daten
Contra
Technik
Steuerung
Qualität
» bewertet mit: 6
Vermurkstes Update

Überraschung an der Formel Eins Rennspielfront: Die Meister der Sportlizenzen, EA Sports, verlieren die wichtige Formel eins Lizenz an den Playstation – Hersteller Sony, der nun einige Jahre lang exklusiv diese verwenden darf. Entsprechend bietet das neueste Formel Eins Spiel der Kanadier keine aktuellen Regeln, Kurse, Daten, Fahrer oder Fahrzeuge. Doch Electronic Arts machte aus dieser Not eine Tugend und konzentrierte sich auf die vier Jahre 1999 – 2002.

Das besondere und attraktive an F1 Career Challenge ist die Tatsache, dass ihr nicht nur einfach eine Meisterschaft bestreiten müsst, sondern eben eine ganze Karriere. Ihr sucht euch einen Rennstall und Fahrer aus und begleitet diesen von 1999 bis 2002 und durchlebt alle Höhen und Tiefen einer solchen Formel 1 Karriere. Um so nah wie möglich an den echten Geschehnissen zu beleiben, haben die Entwickler die Details akribisch umgesetzt. Alle Fahrzeuge haben die Farben, Sponsoren und Fahrer der entsprechenden Saison, das Wetter entspricht, wenn ihr das wünscht, dem Wetter damals, und auch Vorfälle und Ausfälle sind übernommen worden.

Der einzige unberechenbare Faktor in diesen ganzen authentischen Daten seid eigentlich ihr und die Reaktion der KI – Fahrer auf euch. Allzu groß ist euer Einfluss allerdings auch nicht, denn die künstliche Intelligenz ist, wie schon bei den Vorgängern nur Mittelmaß. Meistens Fahren die Jungs ihre vorgegebene Linie, von der sie eigentlich nie abweichen. Aus F1 2002 übernommen haben die Designer das coole Windschatten – Feature, das euch einen gehörigen Geschwindigkeitsschub verpasst, wenn ihr im Windschatten eines Kollegen fahrt.

Doch bevor euch überhaupt ein Rennstall aufnimmt und ihr ein Rennen fahren dürft, müsst ihr wie im Vorgänger zunächst eine Art Formel Eins – Führerschein machen. Dazu müsst ihr verschiedene Aufgaben erledigen. So müsst ihr bestimmte Kursabschnitte in einer vorgegebenen Zeit absolvieren, auf den Punkt genau abbremsen, eine Anzahl von Gegnern überholen oder einen interaktiven Boxenstop durchlaufen. All diese Fähigkeiten braucht ihr natürlich auch im eigentlichen Spiel, so ist es also ganz gut, dass diese elementaren Fähigkeiten gleich geübt werden.

Obwohl der Karrieremodus sicherlich der wichtigste Spielmodus von F1 Career Challenge ist, steht euch natürlich auch die Möglichkeit offen, ein Zeitfahren, ein einzelnes schnelles Rennen oder ein einzelnes Rennwochenende in einer Saison eurer Wahl zu bestreiten. Im Multiplayermodus dürfen bis zu drei weitere Spieler ran, das komplette KI-Fahrerfeld ist allerdings nur bei einfach gesplittetem Bildschirm dabei.

Technik:
Es ist richtig, dass Formel Eins Rennspiele mit ihren vielen Fahrzeugen und deren künstlicher Intelligenz recht anspruchsvoll für die Konsolenhardware sind, doch auch mit diesem Handicap berücksichtigt, enttäuscht F1 Career Challenge grafisch. Die Playstation2 – Version flimmert was das Zeug hält und beleidigt mit unscharfen Texturen, die Gamecube – Fassung hat zwar keine Flimmerprobleme und bessere Texturen in Fahrzeugnähe, dafür werden diese in einiger Entfernung vom Fahrzeug durch extrem unscharfe Texturen ersetzt. Das sieht zwar bei normaler Fahrt gut aus, beim Boxenstop und Replay dagegen katastrophal. Die Xbox – Fassung hat keines der erwähnten Probleme, leidet aber wie beide anderen Versionen unter Framerateschwankungen, langweiligen Texturen und einer unwilligen Steuerung.

Fazit
Axels Meinung:
Die Idee mit der Karriere und den authentischen Settings hörte sich ja eigentlich sehr gut an, auch die Umsetzung des ganzen im Spiel kann überzeugen. Dies lässt sich aber leider nicht vom eigentlichen Rennspiel sagen: Mäßige künstliche Intelligenz, eine biestige Steuerung und eine Technik aus der Steinzeit vermiesen einen den kompletten Spielspaß. Zwar kann man sich mit der Grafik abfinden und sich auch nach einer Weile mit der Steuerung zurechtfinden, aber warum sollte man das auf sich nehmen? Zumindest auf der Playstation2 gibt es genug bessere Alternativen wie Formel Eins 2003 und Grand Prix Challenge, Xbox und Gamecube – Besitzer sind in keiner so glücklichen Lage.