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Quantum Redshift
Wipeout-Clon von Microsoft ? Wer kennt nicht, die Wipeout-Serie, die besonders auf der PSone große Erfolge feierte. Ein besonderes Merkmal der Rennspiele war das radikal hohe Tempo und die zu dieser Zeit gute Grafik. Die Mannen von Curly Monsters nahmen sich Wipeout als Vorbild und formten mit Quantum Redshift ein wirklich aufregendes Rennerlebnis. Ob es Wipeout toppt, erfahrt ihr in meinem ausführlichen Testbericht. Das Spiel versetzt euch ins Jahr 2102. Die Welt sieht keinesfalls so aus, wie wir sie in Erinnerung haben. Stattdessen werdet ihr auf der Erde viele moderne Bauten erblicken, die sich in die Natur der Gegend einfügen. Auch die Rennboliden wurden der Zeit angepasst. Autos wurden schon längst ausrangiert. Stattdessen legt ihr euch in Gleiter, die aber trotzdem dem Gesetz der Schwerkraft gehorchen. Die Story des Spiels ist genauso einfach, wie schnell erzählt. Die jeweiligen 16 Charaktere haben sich zum Ziel gesetzt, das wichtigste und schnellste Rennen der Welt zu gewinnen. Die Story ist keinesfalls die Stärke von Quantum Redshift, denn in den Zwischensequenzen spielt sich nichts anderes ab, als kleine zynische Dialoge zwischen den Fahrern. Besonders interessant ist dies nicht und verändert auch nicht wirklich den späteren linearen Spielverlauf. Es gibt 5 Schwierigkeitsstufen (Anfänger, Amateure, Profis, Elite und Redshift), die sich nicht nur von den Aktionen der Gegner unterscheiden, sondern auch besonders durch den Geschwindigkeitsunterschied, wobei man im Anfängermodus noch vergleichsweise langsam dahin düst, ist die Redshiftklasse unglaublich schnell. Allein grafisch gehört Quantum Redshift wohl zu den besten Spielen der Xbox. Das Spiel zaubert glasklare Edeloptik auf den Bildschirm, bei der man niemals Popups erkennen wird. Eine unglaubliche Weitsicht, tolle Lichteffekte und einzigartige Wassereffekte begeistern schon in den ersten Sekunden. Wer jetzt jedoch glaubt, irgendeinen Haken müsse die Grafikqualität ja habe, täuscht sich. Die Framerate bleibt konstant auf 50 Bildern die Sekunde. Kein einziges Ruckeln ist wahrzunehmen. Eine 60-Hertzfunktion wäre trotz guter PAL-Anpassung erwünscht gewesen. Die Steuerung ist recht einfach und intuitiv. Die Trigger werden jeweils zum Gasgeben und Bremsen benutzt. Durch die A-Taste betätigt ihr einen Turbo, der jede Runde wieder aufgefüllt wird. Mit den anderen drei Analogenaktionstasten betätigt ihr die Powerups, die ihr auf der Strecke einsammelt. Dabei ist die B-Taste für eine zielsuchende Rakete, mit der X-Taste eine manuelle Rakete und mit Y einen Schutzschild. In den hohen Schwierigkeitsstufen ist der Einsatz von diesen drei Powerups unglaublich wichtig. Falls z.B. jemand euren Gleiter anvisiert, bekommt ihr eine Warnung, um noch rechtzeitig das Schild zu aktivieren. Auch Neulinge kommen recht schnell mit der Steuerung zurecht, so dass es relativ wenige Probleme gibt. Quantum Redshift hat zwar ein bestimmtes Maß an Qualitätsanspruch, ist aber in keinem Teil des Spielverlaufes unfair. Zwar ist es fast unmöglich, gerade in den hohen Geschwindigkeitsklassen, ohne starkes Berühren der Wand durch eine Kurve zu kommen, doch die Gegner sind nie so übermäßig gut, dass diese verlorenen Sekunden nicht aufzuholen wäre. In der Redshiftklasse spätestens werden wohl die meisten Spieler aufgeben, da diese Klasse sehr, sehr schwer ist. Auch für Rennspielprofis eine echte Herausforderung. Die 16 Fahrer sind nett anzusehen und unterscheiden sich sehr in Sachen Handling, Schild und Waffen. Jeder besitzt eine eigene Strecke, zu dem am besten das Fahrzeug abgestimmt ist. Durch ein Punktesystem könnt ihr eure Boliden in den drei Kategorien Tempo (die Dauer des Temposchubs wird verlängert), Schild (das Schild wird verbessert) und Waffen (es ist möglich mehr Waffen mitzutragen) aufrüsten. Wenn ihr die Kategorie Waffen komplett ausgereizt habt, dass heißt auf Maximum aufgerüstet, bekommt ihr eine Superwaffe, bei dem jeder Schuss tödlich ist. Punkte bzw. Geld kriegt ihr z.B. für eine bestimmt Platzierung, besonders weite Sprünge, das Einsammeln von Powerups und das Abschießen der Gegner. Zu jedem Fahrer gibt es eine Art Gegenspieler (Nemesis), für den es besonders viele Punkte bei einem geglückten Abschuss gibt. Am Ende des Amateurmodus gibt es ein sogenanntes Nemesis-Duell. Wenn ihr dies zu euren Gunsten entscheidet, erhaltet ihr euren Gegenspieler und seine Strecke. Es gibt 16 Strecken zu befahren, wobei es eigentlich nur acht Strecken sind, die dann von der anderen Seite aus befahren werden. Dies ist eigentlich eine sehr gute Idee, da durch das Fahren der umgedrehten Kurse ein ganz anderes Fahrgefühl entsteht. Die Strecken trotzen nur so von netten Details und Abkürzungen. Doch ein paar mehr hätten Quantum Redshift keinesfalls geschadet. Die Langzeitmotivation des Spiels ist dennoch sehr hoch. Ihr werdet einen langen, steinigen Weg vor euch haben, falls ihr wirklich alles bei Quantum Redshift gewinnen wollt. Erst mal gilt es zu euren sieben Startfahrern den jeweiligen Nemesis zu erkämpfen. Wenn ihr nun mit allen Startcharakteren auch den Elitemodus gewinnt, steht der neue Fahrer KaHekili für euch bereit. In diesem Stile geht es weiter. Besonders lange werdet ihr wohl an der letzten Aufgabe sitzen. Wenn ihr mit allen 16 Fahren den Redshiftmodus gewinnt, bekommt ihr eine neue Strecke, die vorwärts und rückwärts befahrbar ist. Dabei muss man jedoch in jedem Rennen Erster werden. Leider wiederholen sich die Strecken immer wieder, somit ist nicht für allzu viel Abwechslung gesorgt. Der Soundtrack ist zwar passend zum Spielgeschehen, aber nicht jedermanns Geschmack. Wer nicht gerade auf Technorhythmen steht, sollte die Möglichkeit eigene Sounds einzufügen, nutzen. Dazu kommt noch eine Dolby Digital 5.1 Unterstützung. Somit gibt's am Sound nicht allzu viel zu meckern. Der Mutiplayermodus ist leider nicht ganz so gut gelungen. Zwar ist es möglich mit vier menschlichen Gegner gleichzeitig sich ein Duell zu leisten, jedoch ist das Zuschalten von Boots dann nicht möglich. Außerdem hätten ein paar mehr Spielmodi den Spielspaß vergrößert. Trotzdem läuft auch hier das Spiel konstant mit der selben Grafikqualität. Die Menüführung ist recht leicht und gut durchdacht. Die jeweiligen Spielerdaten wie Tempo, Handling und Waffen lassen sich in Charakterwahl im Multiplayer mit der Y-Taste aufrufen. Pro: geniale Grafik langer Spielspaß großer Leistungsunterschied Contra: zu wenig Strecken Sound könnte besser sein Eigene Meinung: Ich war schon sehr begeistert vom Tempo, als ich meine ersten Runden im Anfängermodus drehte. Doch was ich später zu Gesicht bekam war schon unglaublich. Wir hatten ja schon viele Spiele für die Xbox, die grafisch überragend, aber spielerisch gerade mal Mittelmaß waren. Aber ich kann euch beruhigen, Quantum Redshift ist keine Grafikblende, sondern auch der Spielspaß kann voll und ganz überzeugen. Zu einem absoluten Topspiel hat es leider nicht gereicht, da es gerade an der Streckenvielfalt gefehlt hat. Auch ein besserer Multiplayermodus hätte noch einiges an Abwechslung hinzufügen können. Doch alles in allem ist Quantum Redshift ein sehr gutes Spiel, auch wenn das Spiel nicht gerade von Innovation trotzt. Mir persönlich gefällt der Technosound nun gar nicht. Zum Glück kann ich durch die Abspielfunktion endlich wieder in einem Spiel Millencolin hören!! |
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