Project Gotham Racing
PGR ist eines der besten Xbox Rennspiele. Gute Grafik, guter Sound und sehr gutes Gameplay. Wenn man die Konsole eingeschaltet hat, kommt als erstes ein kleines Intro, dass in Spielgrafik gehalten ist. Danach geht`s gleich ins Menü, dass sehr übersichtlich und gut gestaltet ist. Um die zahreichen Autos freischalten zu können, beginnt man dann ein neues Spiel. Vorher sollte man sich aber überlegen, ob man im 50 oder 60 herz Modus spielt. Denn durch einen Bug ist das Spiel im 50 Hz Modus 16% langsamer, als mit 60 Hz, während die Uhr gleichschnell tickt. Dadurch ist es fast unmöglich überall Gold und Silber zu holen, Bronze ist aber auf jeden Fall machbar.
Nachdem man Namen und Autonummer eingegeben hat, geht`s auch schon los. Zu Beginn hat man nur ca. 5 von insgesamt 29 Autos, die im Laufe des Spiels freigeschaltet werden. Darunder Marken wie Ferrari, Porsche, Audi, Opel, und Jaguar. Mit denen startet man dann die verschiedenen Modi: Blitzrennen (16 Rennen, wer alle gewinnt erhält einen Ferrari), Arkade Rennen ( Man versucht eine bestimmte Anzahl an Kudos zu holen, für die man dann auch Autos bekommt), Zeitrennen, Multiplayer, Medaillenwettbewerb (indem man vorgegebene zeiten fährt, werden zusätzliche Lackierungen freigeschaltet) und den wichtigsten Modus, den Kudoswettbewerb. Das ist so etwas wie der Karrieremodus, in dem es dann verschiedene Saisons gibt, wo man durch Fahrerduelle Wagen freischalten kann. In den Duellen kann man, je nach Schwierigkeit einen Vorsprung oder Rückstand einstellen, der dann über die anzahl der Bonuskudos bestimmt. Genauso läuft es bei allen Zeitrennen und bei den Strassenrennen, nur dass dort die vorgegebene Platzierung verstellt wird. Um eine gute Medaille zu holen, muss man also zu den Boduiskudos noch einige selbst erfahren, was teilweise ziemlich schwierig ist. Ausserdem gibt es noch die Slaloms, wo man nur durch Hütchentore fahren muss, um Kudus zu erhalten. Wenn man aber nur kurz die Wand berührt oder ein Hütchen überfährt, ist ein Grossteil der hart erkämpften Punkte weg, was schon frustrierend sein kann. Am Ende gibt es hier fast immer einen grossen Zeitbonus.
Die KI der Gegner ist teilweise sehr unfair. Sie fahren oft nach dem Moto „Wozu bremsen, wenn ich auch den menschlichen Gegner als Bande benutzen kann!“ Vorallem in den letzten Kurven bei einem Fahrerduell sollte man dann nur noch versuchen, Kampflinie zufahren, um nicht vom Gegner in die Seite gerammt zu werden. Wer am Ende mindestens 250000Kudos hat, gewinnt einen wunderschönen Ferrari F50.
Wer sich PGR für den Multiplayer kaufen will, wird schnell enttäuscht sein. Die Grafik sieht dort lange nicht mehr so gut aus, wie im Singleplayer und es gibt keine Computergegner. Zu zweit wird es dort sehr schnell langweilig. Xbox Live Unterstützung gibt es hier natürlich auch noch nicht, da PGR ja einer der Launchtitel war.
Grafik und Sound
Grafisch sieht PGR immernoch recht gut aus, wobei der zweite Teil natürlich um Längen besser ist. Das Problem hier ist die Umgebungsgrafik. Bäume sehen aus wie aus Pappe und z.B. das Wasser bewegt sich überhaupt nicht. Leider sieht man auch ab und zu Häuser und Bäume aufpoppen. Dafür sehen aber die Autos sehr gut aus. Sie sind sehr detailliert und die Umgebung spiegelt sich in ihrem Lack. Aber auch hier gibt es Grafikfehler. Beim Anbremsen schauen die Vorderräder oft durch den Lack. Das sieht man vorallem beim F50 und es zerstört ein bisschen die ansonsten sehr schönen Replays.
Der Sound ist da schon besser gelungen. Es gibt sehr viele verschiedene Radiosender in den vier Städten. Die vielen Titel passen gut zum Spiel. Wem`s nicht gefällt, der kann auch eigene Musik hören. Die Motoren klingen bei allen Autos verschieden. So soll`s sein!
Gameplay
Der eher realistischer Gameplay ist sehr gut gelungen und macht PGR zu einem Top Spiel. Das Handling aller Autos unterscheidet sich. Nur der Schwierigkeitsgrad dürfte vorallem Anfänger stören, erfahrene Spieler müsste er reizen, das Game durchzuspielen. Es mach einfach sehr grossen Spass und motiviert sehr lange, alle Autos freiuschalten. Man braucht ca. 25-30 Stunden reine Spielzeit, um das zu schaffen.
Fazit
PGR wurde zwar mitlerweile von PGR 2 als Rennspielreferenz abgelöst, ist aber immernoch ein gutes Spiel und zu dem geringen Preis lohnt es sich für Rennspielfans, die das Spie noch nicht haben auf jeden Fall. Vorallem das Gameplay und die hohe Langzeitmotivation können überzeugen!
Zusammenfassung und Wertung
Pro:
-Langzeitmotivation
-über 200 Strecken
-29 Autos
-günstiger Preis
-sehr guter Sound
Kontra:
-50/60 Herz Bug
-schwache Umgebungsgrafik
Wertung:
Grafik: 80%
Sound: 90%
Solo: 87%
Multi: 75%
Gesamt: 88%