Infos
|
» Spielzeit: |
15 h |
|
|
» Grafik: |
90 |
|
|
|
» Sound: |
75 |
|
|
|
» Spielspaß Solo: |
80 |
|
|
|
» Spielspaß Multi: |
- |
|
|
|
» Gesamtwertung: |
79 |
|
|
Pro
|
|
 |
|
Gelungene Story |
|
|
|
 |
|
Gute Sprachausgabe |
|
|
Contra
|
|
 |
|
Das Hauptspiel ist etwas zu kurz |
|
|
Qualität
|
"Zelda" für PS2-Besitzer?
Die Idee der Autoren des Projektes „Dark Cloud“ war ja nicht schlecht. Sie haben nämlich versucht, Rollenspielelemente, Adventure und sogar eine Prise von Aufbausimulation zusammenzumischen – das Ganze könnte sehr erfolgreich werden, wenn die Entwickler nicht so langsam wären. Das Spiel erschien entgegen den ursprünglichen Erwartungen nicht im März 2000, sondern im Jahre 2001 – zu diesem Zeitpunkt war es schon technisch etwas veraltet. Das Game floppte, aber Sony wagte einen zweiten Schritt…
Einiges zur Story: ein Bösewicht möchte die Vergangenheit zerstören, um die Zukunft unter Kontrolle zu bekommen – dazu kommt noch der typische Fantasy-Flair der JRPG – all das erinnert stark an „Zelda“ und „Final Fantasy IX“. Man muss jedoch sagen, dass bezüglich der Handlungslinie das Spiel besser als sein Vorgänger abschneidet, mit der Kreativität eines „Wind Waker“ oder „Ocarina of Time“ jedoch nicht mithalten kann. Und das obwohl im Projekt von Level-5 doppelt so viele Darsteller und Dialoge gibt, als in Miyamoto`s Meisterwerken. Stellenweise ist die Story sogar eindeutig primitiv, was unter Berücksichtigung des Hypes etwas für Enttäuschung sorgt.
Im Spiel gibt es zwei Haupthelden und zahlreiche Nebendarsteller, deren Rolle man manchmal auch übernehmen kann. Der Wechsel des Kämpfers kann nicht nur vollzogen werden, wenn der Storyverlauf dies erfordert, sondern auch praktisch zu jedem Moment des Spiels – dazu braucht man nur einen Knopf zu drücken.
Das Abenteuer selbst beginnt ziemlich standardmäßig – in der Heimatstadt eines der Haupthelden Max. Die Steuerung kann man wunderbar erlernen, indem ihr die kleinen Aufträge der Stadtbewohner ausführt. Eine wichtige Rolle spielt auch die Verbesserung/Reparatur von alten und Erfindung von neuen Gegenständen. Beides hat eine große Bedeutung im Spiel und gestaltet sich als unentbehrlicher und äußerst spaßiger Element des Gameplays.
„Dark Chronicle“ ist in Kapitel unterteilt, wobei jedes eine Stufe zur Erreichung des großen Zieles darstellt. Bei weiterem Vorankommen nimmt die Handlung manchmal einen unerwarteten Verlauf an, oder man erhöht den Level der Helden, oder erfindet neue Arten der Waffen, oder… Ihr seht also, der Spielverlauf gestaltet sich sehr abwechslungsreich.
Die Großzeit verbringen wir in den Dungeons – darunter versteht das Spiel nicht nur klassische Höhlen, sondern auch die Kanalisation. Die Dungeons werden nach dem Zufallsprinzip generiert, und gestalten sich dementsprechend leider etwas langweilig. Hinzu kommt, dass man dort sehr viel hin und zurück wandern muss, was dem Spielspass auch nicht unbedingt in ungeahnte Höhen treiben lässt.
Der Georama-Modus hat bereits in dem Vorgänger eine gute Figur gemacht, und im aktuellen Spiel kommt er erneut zum Einsatz. Die Besonderheit dabei sind die speziellen geostones, mit denen man Objekte für den Bau bekommen kann. Die Bevölkerung hat jedoch nicht gleich vor, die neue Fläche zu besetzen. Vielmehr muss man vorher eine Reihe von Miniquests erfolgreich bestehen.
In grafischer Hinsicht gab man sich sichtbar Mühe: unter Gebrauch der Cell-Shading-Technologie gelang es den Entwicklern, eine nahezu den Zeichentrickfilmen identische Atmosphäre zu erzeugen. Die Spezialeffekte und die Detailvielfalt sind ebenso beeindruckend.

Fazit
Ein ernstzunehmender Konkurrent zu „Zelda“ ist aus dem Spiel nicht geworden, aber nicht darum, weil DC so schlecht ist. Auf den ersten Blick sehen die beiden Projekte ziemlich ähnlich aus, im Detail verbergen sich jedoch enorme Unterschiede, welche sich nach mehreren Stunden des Spielens deutlich machen.
|