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SingStar Party  
» Autor: Stefan Lehmler
» Datum: 18.11.2004
» Gesamtwertung:
/5
4/5: Empfehlenswert
mit zahlreichen Stärken.
Wie wir bewerten
30 neue Songs für Karaokefreunde.

Als Sony vor gut einem halben Jahr mit Singstar die heimische Playstation 2 in eine Karaoke-Bar verwandelte, war der Erfolg dank ausgeklügeltem Marketing fast vorprogrammiert. Durch das sehr innovative Spielprinzip waren plötzlich auch Personen vor der Konsole anzutreffen, die sonst nie auf den Gedanken gekommen wären, solch ein Gerät zu nutzen. Dies schlug sich natürlich positiv in den Verkaufszahlen nieder und verschaffte Sony einen finanziellen Erfolg. Kein Wunder, dass bereits rund sechs Monate nach Release des Erstlings eine Forsetzung mit 30 neuen Songs und marginalen Veränderungen erscheinen wird. Ob sich ein Kauf lohnt, erfahrt ihr in unserem Master-Review.

Alles beim Alten
Wer den Vorgänger kennt, wird sich bei Singstar Party sofort zurecht finden.
» Der Balken zeigt an, wie gut die Töne getroffen wurden.
Die Menüs gleichen sich wie ein Ei dem anderen und auch die Spielmodi wurden größtenteils übernommen. Am eigentlichen Gameplay hat sich ebenfalls nichts geändert. Mittels der mitgelieferten USB-Mikrofone gibt man sein Gesangstalent zum Besten und versucht, die vorgegebenen Töne und Texte möglichst exakt zu treffen und zu halten, um so eine hohe Punktzahl zu erzielen. Zur Wahl stehen auch dieses Mal wieder exakt 30 Songs inklusive den Original-Clips, die in der deutschen Version im einzelnen folgende Lieder und Interpreten umfassen:

Bananarama - Venus
Culture Club - Do you really want to hurt me
David Lee Roth - Just a gigolo
Dieter Thomas Kuhn - Und es war Sommer
Klaus Lage - 1000 und 1 Nacht
Rio Reiser - König von Deutschland
Spider Murphy Gang - Skandal im Sperrbezirk
New Model Army - 51st State
Alicia Keys - Fallin'
Ashford & Simpson - Solid
Bill Withers - Ain't no sunshine
Bob Marley - No woman no cry
Buggles - Video killed the radio star
Cyndi Lauper - Girls just wanna have fun
Destiny's Child - Survivor
Dido - White flag
Duran Duran - Hungry like the wolf
Elton John & Kiki Dee - Don't go breaking my heart
Elvis - Way down
George Michael - Faith
Jamiroquai - Cosmic girl
Kylie Minogue - I should be so lucky
Little Richard - Tutti frutti
Marroon 5 - This love
Pink - Just like a pill
Sonny & Cher - I got you babe
Spandau Ballet - Gold
Spice Girls - Who do you thing you are
The Foundations - Build me up buttercup
The Police - Every breath you take

Schwache Solisten, starke DuetteDas Spiel kann wahlweise
» Rockröhre Pink ist auch wieder mit von der Partie.
alleine oder mit mehreren Spielern gespielt werden, wobei ein Partyspiel wie Singstar Party naturgemäß im Mehrspielermodus mehr Spaß macht. Im Solomodus gilt es, in den zahlreichen Songs eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Leider wurde der motivierende Karrieremodus unverständlicherweise komplett gestrichen. Dadurch eignet sich der Titel für reine Solisten noch weniger als der Vorgänger. Der Mehrspielerpart kann mit zwei Spielern simultan entweder im Duell oder Duett gegeneinander oder miteinander gespielt werden. Auch hier entscheidet die Punktzahl, wer aus dem Wettsingen als Sieger hervor geht. Beim gemeinsamen Singen wird aus beiden Stimmen eine Punktzahl errechnet. Verschiedene Teammodi, in denen abwechselnd gesungen wird, ermöglichen es, mehr als zwei Spieler einzubinden. Diese Gruppenspiele ziehen sich über mehrere Runden und am Ende wird an Hand der einzelnen gewonnen Läufe das Siegerteam ermittelt - sehr empfehlenswert für jede Party. Um sowohl im Solo- als auch im Multiplayer-Mods für jeden Spieler den richtigen Level an Herausforderung zu bieten, hält das Game drei verschiedene Schwierigkeitsgrade bereit. Während man auf dem leichtesten die Töne nur ungefähr treffen muss, sollte man auf dem schwersten schon über echtes Talent verfügen, um ein paar Punkte zu ergattern. Leider kann der Herausforderungslevel im Mehrspielermodus nicht für jeden Spieler separat gewählt werden. Hier gilt die Einstellung für beide Teilnehmer.

Minimale Neuerungen
Wirkliche Neuerungen sucht man in Singstar Party vergebens. Neu sind die Charts, die nichts anderes als eine Highscoreliste darstellen.
» Zurück in die 80's!
Hier werden die jeweils fünf beziehungsweise zehn besten Spieler der einzelnen Schwierigkeitsgrade mit den höchsten Punktzahlen aufgelistet. Darüber hinaus gibt es einige mehrstimmige Songs, in denen ein Spieler jeweils nur eine Stimme übernimmt. Diese Lieder können natürlich auch alleine gesungen werden, wobei man sich für eine Stimme entscheiden muss. Leicht verbessert wurde zudem der EyeToy-Kamera-Support, der mit einigen neuen Effekten daher kommt. Entschädigend wirkt allerdings die Tatsache, dass der neue Teil ohne Mikrofone nur 30 Euro kostet. Wer noch keine Mikros besitzt, kann auch bei der Fortsetzung zu einem Bundle für rund 60 Euro greifen, in dem die Eingabegeräte enthalten sind.
Pro
Gewohnt spaßiges Karaokespiel
30 neue Songs
Technisch einwandfreie Musik-Videos
Vor allem im Mehrspielermodus empfehlenswert
Fairer Preis
Contra
Kein Karrieremodus
Nur marginale Neuerungen
Fazit
Singstar Party ist mehr ein Addon zum ersten Teil als eine vollwertige Fortsetzung. In einigen Songs übernehmen die Spieler verschiedene Stimmen. Wirkliche Neuerungen sucht man nämlich vergebens. Statt neue Dinge hinzu zu fügen wurde der motivierende Kampagnenmodus wegrationalisiert. All jene, die noch keinen Singstar Titel besitzen, sollten sich das Songaufgebot beider Teile ansehen und dann entscheiden, welches ihnen mehr zusagen. Auch sollte bei der Wahl berücksichtigt werden, dass Singstar Party über keinen Karrieremodus verfügt. Trällert man am liebsten alleine vor sich hin, ist nach wie vor der Vorgänger die erste Wahl. Wer hingegen Singstar bereits besitzt und einfach sein Songrepertoir der heimischen Karaoke-Bar erweitern will, ist bei dem Titel mit 30 Euro (ohne Mikrofone) sehr gut aufgehoben.