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» bewertet mit: 6
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Kurztest:
Nicht ganz so gut wie der Vorgänger! Nach all den übergroßen Vorschusslorbeeren mit den entsprechend überschwänglichen Kritiken, obwohl das Spiel noch nicht mal im Handel war (Ich kann eine Rezension ohne das Spiel überhaupt gespielt zu haben nicht nachvollziehen...) eine Kritik von einem Fan des ersten Teils, der tatsächlich auch den zweiten Teil gespielt hat. Das Spiel knüpft nahtlos an den hervorragenden ersten Teil an. Die Heldin landet aufgrund eines Notrufes auf dem Planeten Aether, um einer Gruppe Marines des intergalaktischen Rats zu helfen Weltraumpiraten zu fangen. Auf der Welt passieren allerdings ungewöhnliche Ereignisse, denn der Planet ist mit Portalen durchzogen, die in eine dunkle Parallelwelt des Planeten führen, wo die Ing leben. Diese versuchen die Energiekollektoren vom Planeten Aether anzuzapfen, um so die Kontrolle über beide Welten zu erlangen. Schließlich bitten die Luminoth, Einwohner des Planeten Aether um Hilfe die große Bedrohung des Planeten abzuwehren... Im Grunde lässt sich das Wort "Tick" bei der Rezension sehr oft gebrauchen: Metroid Prime 2: Echoes ist ein Tick schöner, ein Tick schwerer, ein Tick düsterer, ein Tick storylastiger, ein Tick weniger abwechslungsreich, ein Tick unausbalancierter als der Vorgänger. Erklärung: Das Spiel versucht gar nicht erst irgendwelche Experimente einzugehen, was natürlich auf der einen Seite gut ist, weil dadurch die Klasse und Spielbarkeit des hervorragenden ersten Teils beibehalten wird. Ich persönlich hätte mir dann aber doch auf der anderen Seite mehr neue Ideen gewünscht. Keine Frage, es gibt neue Waffen, neue Visoren, neue Gegner, eine neu zu entdeckende Welt und einen Multiplayer-Modus, aber leider merkt man dem Spiel an, dass alles doch auf Sicherheit für das kommende Weihnachtsgeschäft getrimmt wurde. Dabei hat doch das Spiel so einige fantastische neue Ansätze verpasst bekommen: Die Grafik ist eine Augenweide und so sehr verbessert worden, dass selbst Playstation 2-Besitzer staunen werden, die versprochene Erweiterung und bessere Einbeziehung der Story wird beherzigt, die Spielwelt wirkt düsterer und erwachsener und lässt einen noch tiefer in die Atmosphäre des Spiels versinken, aber leider alles nur im Ansatz und nur im ersten Drittel des Spiels. Spätestens ab der Hälfte hat man nicht mehr den Mund offen stehen vor Begeisterung und die Augen funkeln auch nicht mehr so groß wie am Anfang (Höhepunkt des Spiels bleibt nämlich bis zum Schluss der erste Eintritt in die dunkle Welt.) Denn danach bleibt alles auf dem selben Niveau und es gibt keine Überraschungen mehr, weil die Spielwelt nicht abwechslungreich genug ist (in der dunklen Welt ist halt alles nur dunkel und selbst in der hellen Welt hätte dem Spiel mehr farbliche Abwechslung nicht geschadet), weil die großen Endgegner nicht mehr so begeistern können wie im ersten Teil und weil fatalerweise die hervorragende Story nur zu Beginn groß erzählt wird und später quasi gar nicht mehr existent ist. Dazu kommen dann noch unverständliche Macken, die das Spiel endgültig schlechter machen, denn das Leveldesign und das Balancing sind, wenn auch nur ein "Tick", schlechter als im ersten Teil. Und sowas von einer großen Qualitätsspieleschmiede wie Nintendo... Bleibt zum Schluß nur noch zu sagen, dass das Spiel jedem gefallen wird, der den Vorgänger gerne gespielt hat und hiermit eine Kaufempfehlung ausgesprochen bekommt. Wer allerdings große Neuerungen erwartet und auf den „WOW!-Effekt" des ersten Teils spekuliert, der sollte tatsächlich überlegen, ob er das Spiel nicht lieber ausleiht. Das lohnt sich aber dann auch allemal... |
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