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36. Tales of Symphonia

Gamecube
» Grafik: 85
» Sound: 85
» Spielspaß Solo: 94
» Spielspaß Multi: 80
» Gesamtwertung:
93
» Anzahl Bewertungen: 15     » alle zeigen
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Infos
» Von: ChaosQu33n
» Am: 21.05.2007
» Spielzeit: 700 h
» Grafik: 80
» Sound: 80
» Spielspaß Solo: 100
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 100
Pro
Liebevolle Grafik
Netter Soundtrack
Interessante Story
Lange Spielzeit mit vielen Sidequests
Qualität der Animesequenzen sehr hoch
Contra
Teilweise Grafikfehler am Bildschirmrand
Skits leider nicht mehr synchronisiert
Qualität
» bewertet mit: 10
Tales of Symphonia ist eins der wenigen Rollenspiele, das es überhaupt auf den Gamecube geschafft hat. Über ein Jahr hat die Lokalisierung gedauert bis das Spiel auch endlich in Europa auf dem Markt kam, kurz vor seinem Genrekonkurrenten Baten Kaitos.
Hier lest ihr warum jeder Fan von Rollenspielen, der einen Gamecube besitzt, dieses Game gespielt haben sollte!


Eins wird Tales of Symphonia bestimmt nicht tun: Traditionen brechen! So beginnt das Abenteuer des Spiels in eurem kleinen Heimatdorf, wo ihr als ca. 16jähriger Held mit eurem besten Kumpel das ganze Dorf in Aufruhr bringt, als ihr in einer nahe gelegenen Menschenfarm für Tumult sorgt. Kurzerhand werdet ihr vom Bürgermeister vor geschlossene Tore gesetzt und versucht eure Schandtat durch das Begleiten der „Auserwählten“ auf ihrer Pilgerreise auszuradieren. Im Laufe der recht komplexen Geschichte wächst eure Truppe auf bis zu acht mitreisende Charaktere an, von denen immer vier am Kampf teilnehmen können. Dabei bringt jeder der Charaktere seinen individuellen Handlungsstrang mit ein, sei es die Diskriminierung von Halbelfen, die persönlichen familiären Konflikte der Mitstreiter oder die Ausnutzung der mächtigen Expheres. Letzteres sind Steine mit großen Kräften, welche auf Basis von Lebenskräften Gefangener hergestellt werden. Insgesamt bietet die Story somit viel Stoff, so dass es niemals langweilig wird, auch wenn Vieles davon schon nahezu unzählige Male in anderen Japano-RPGs behandelt wurde. Wer ohne all zu viele Erwartungen an die Geschichte herangeht, wird sicherlich nicht enttäuscht werden.

So läuft man auf der zugegebenermaßen nicht besonders hübsch aussehenden Oberweltkarte von einer Stadt zur nächsten, wo viele Zwischensequenzen ausgelöst werden. Wohlgemerkt aber bis auf absolute Ausnahmen alle in der Cell-Shading-Spielgrafik. Hierbei ist hervorzuheben, dass das Spiel mit einer sehr gut gelungen englischen Sprachausgabe aufwartet, welche komplett deutsch untertitelt ist. Die beliebten Skits, welche auf der Oberwelt über Z aufgerufen werden können, sind leider wie auch in der US-Version nicht mehr vertont, da das einfach aufgrund der schieren Masse den Rahmen sprengen würde. Vermutlich wäre das Spiel dann niemals außerhalb Japans erschienen. Schade ist daran aber vor allem, dass man die Skits nicht beschleunigen, sondern höchstens abbrechen kann. Nun sind diese Dialoge zwar nur optional, aber wer sie über das ganze Spiel hinweg ignoriert, bekommt sehr viele Storydetails nicht mit, was einen Großteil der Atmosphäre ausmacht.
Die Spielgrafik ist in einem recht hübschen Cell-Shading-Stil gehalten. Alles wirkt dadurch sehr kindlich, aber leider ist die Grafik auch sehr verwaschen und unscharf zum Bildschirmrand hin. Ein Highlight stellen die vielleicht eine Hand voll Zwischensequenzen dar, welche aus dem bald in Japan erscheinenden Anime stammen könnten. Ansonsten erfüllt die Grafik eher ihren Zweck, obwohl sie doch sehr liebevoll anmutet.
Soundtechnisch hat man keinen Grund zu Meckern. Die genau 111 Tracks des Spiels passen immer genau in die Situation, auch wenn der Soundtrack leider nicht von einem Orchester eingespielt wurde.

Tales of Symphonia läuft nicht im rundenbasierten Kampf ab, sondern verlässt sich auf ein dem Beat m Up-ähnlichen Kampfsystem. Seinen eigenen Charakter steuert man selbst manuell in dem man mit A normale Hiebe verteilt und mit B in Kombination des Steuerkreuzes hagelt es Spezialattacken. Diese sind immer grafisch recht ansprechend inszeniert, vor allem die Zauber der anderen Attacken. Jeder Charakter in der Party ist auf andere Ausrichtungen spezialisiert. So ist der Hauptcharakter Loyd zusammen mit Kratos mit normalen Schwertattacken immer vorne im Feld anzufinden, Genis zum Beispiel steht am Rand des Spielfelds und zaubert um sich, Raine ist die perfekte Heilerin. Charaktere, die nicht mitkämpfen, leveln dennoch immer weiter mit, so dass man nicht ständig seine Party austauschen muss um gleich auf zu bleiben. Später lassen sich toll inszenierte Komboattacken starten, die je nach Kombination der Spezialattacken sehr viel Schaden bringen. Die Gegner in den Dungeons und auf der Oberwelt sieht man offen rumlaufen, so dass man nicht in Zufallsbegegnungen reingedrängt wird, aber je nach dem ob die Gegner einen von hinten angreifen oder man selbst das Monster von hinten in den Kampf bittet, entscheidet sich wer am schnellst angreifen kann im Kampf.
Innerhalb der Dungeons hat man eine Menge zu tun. Die Rätsel sind knackig, aber auch ohne Hilfe lösbar

Wie jedes Tales of…-Spiel gibt es ein sehr gut strukturiertes Menü. Hier lassen sich die Items sehr übersichtlich sortieren und archivieren, wie auch das Kochsystem einstudieren, mit dem man jederzeit (genügend Zutaten vorausgesetzt) seine Helden versorgen kann. Wichtig ist hier vor allem der Strategie-Unterpunkt in dem man festlegt, wie seine Mitstreiter handeln sollen im Kampf. Nun kann man bei einem solchen puren Action-RPG selten alle gleichzeitig steuern ohne überfordert zu sein. Man kann zwar kein genaues Finetuning betreiben, aber im Notfall lässt sich durch Aufrufen des Kampfmenüs innerhalb des Kampfs auch mal in die Handlungen eingreifen, wenn ein Charakter seine Pflicht gerade nicht einhält. Hier lässt sich passiver Magieverbrauch einstellen, ob sie den Teamkameraden helfend unter die Arme greifen und wo ihre Angriffsposition im Idealfall ist. Ebenfalls im Menü einstellen kann man in der Status-Anzeige, welches individuelle Kostüm jeder Kämpfer tragen soll. Diese werden durch Titel festgelegt, die man im Laufe des Spiels durch zahlreiche Sidequests erlangen kann. So kann man zum Beispiel seinen weiblichen Charakteren die neueste Bikinimode auf den Leib schneidern lassen oder Genis in einem knuddeligen Katzenkostüm zugucken wie er Monster verkloppt. Solche hübschen Gimmicks motivieren somit auch stark dazu Sidequests zu erfüllen und dem linearen Storyverlauf mal untreu zu werden. Wer das Spiel mit allen Items und Waffen, sowie allen Zwischensequenzen abschließen möchte, muss es ohnehin mehrere Male durchspielen, was dank praktischer Statusboosts nach Abschluss des Spiels aber auch motivierend genug ist.
Fazit
Tales of Symphonia ist neben dem inoffiziellen "Nachfolger" Tales of Abyss eins meiner Lieblingsspiele. Auf dem Gamecube gibt es neben Baten Kaitos eh keine bessere Alternative für alle Fans von Japano-RPGs. Tales of Symphonia hat sicherlich auch seine Macken, wenn man über diese aber hinwegsehen kann, bekommt man ein tolles Spiel, welches einen pro Durchgang bis zu 90 Stunden bei Laune halten kann. Wer sich an den teils sehr klischeebehafteten Charakteren nicht all zu sehr stört, bekommt ein Spiel mit dem man viel Spaß haben kann. Und wenn wir ehrlich sind, sind wir Fans von Japano-RPGs doch schon fast daran gewöhnt.