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Spielinfos Bewertungen (15) User-Reviews (7) Screenshots (4) Spiel bewerten

35. Tales of Symphonia

Gamecube
» Grafik: 85
» Sound: 85
» Spielspaß Solo: 94
» Spielspaß Multi: 80
» Gesamtwertung:
93
» Anzahl Bewertungen: 15     » alle zeigen
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Infos
» Von: Dfens
» Am: 30.01.2005
» Spielzeit: > 10 h
» Grafik: 75
» Sound: 80
» Spielspaß Solo: 80
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 80
Qualität
» bewertet mit: 10
Tales of Symphonia


Hersteller: Nintendo
Entwickler: Namco (Tales Studios)
Genre: Rollenspiel
Spieler: 1 – 4
Facts:
- 8 spielbare Charaktere
- 2 Welten
Extras:
- -


Grafik
Gleich zu Beginn wird man durch ein feines Anime-Intro in die richtige Stimmung für das bevorstehende Abenteuer versetzt. Leider tauchen solche Sequenzen im eigentlich Spiel fast gar nicht auf. Trotzdem können Cel-Shade-Charaktere in comichafter Umgebung das Anime-Feeling erhalten. Wie schon so oft zuvor besucht man auch in diesem RPG alle möglichen Klimazonen. Sei es Wald, Dschungel, Wüste oder Eiswelt. Besonders Dörfer und Städte wurden meist malerisch designt und die Innenausstattungen der Häuser mit jeder Menge kleiner Details versehen. Düstere Dungeons dürfen natürlich auch nicht fehlen und so verschlägt es einen auch in alte Tempelanlagen sowie maschinelle Komplexe. All diese Ziele bereist man von einer Oberweltkarte aus. Diese fällt grafisch leider deutlich ab gegenüber dem Rest. Trotz absolut karger und texturarmer Landschaft ist die Weitsicht (wahrscheinlich aber auch absichtlich) eingeschränkt. Monster, die nur als plumpe Schattenfigur dargestellt sind, tauchen auch erst kurz vor dem Helden geisterhaft aus dem Nichts auf.

Sound
Wie es sich für ein großes Rollenspiel gehört, bietet auch Tales of Symphonia orchesterreale Musikstücke sowie fantasievolle Soundeffekte. Wunderschöne Melodien geschweige denn Ohrwürmer wird man hier aber nicht zu hören bekommen. Dafür aber eine sehr überzeugende englische Sprachausgabe, bei der jede Gefühlsregung zu spüren ist und auch der Humor nicht zu kurz kommt. (Die deutsche Übersetzung der Untertitel kann übrigens ebenfalls als gelungen bezeichnet werden.) Nur gegen Ende nehmen die moralischen Ergüsse der eigenen Recken etwas nervende Ausmaße an.

Spielverlauf / Handling
Das besondere an Namco’s neuer Tales-Episode ist sicherlich die Mehrspieler-Variante, von der ich zusammen mit meinem Bruder regen Gebrauch gemacht habe. Wer sich auf spaßige Multiplayer-Schlachten freut sei jedoch gewarnt: Durch Städte, Dungeons und über die Oberwelt lässt sich nur eine Figur steuern. Nur in den Kämpfen dürfen bis zu vier Spieler ran. Das RPG also kooperativ durchzuzocken gestaltet sich zwangsläufig als etwas zähen Unterfangen, zumal die eigene Truppe nicht immer vier oder mehr Mitglieder zählt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es zu zweit aber noch halbwegs funktioniert. Kernstück des Spiels ist natürlich das Kampfsystem. Aufgrund der Mehrspieler-Funktion wäre ein rundenbasiertes System aber wohl wenig erbaulich gewesen und so kämpft man in Echtzeit gegen seine Feinde. Allerdings in einem extra Kampfmodus, in den man gelangt wenn man herumstreunende Monster anläuft. (Richtig, es gibt keine Zufallskämpfe!) Mit der Rückentaste sucht man sich dann ein Ziel aus und kloppt dem Gegner entweder mit Nahkampfwaffen die Birne zu Brei oder attackiert sie aus der Ferne mit Magie. Das geht denkbar einfach von der Hand. Mit „A“ setzt es Standardschläge (die meist in einer Combo enden), welche die Technik Punkte (TP) aufladen, die wiederum für Spezialangriffe benötigt werden. Diese werden mit „B“ und dem in eine beliebige Richtung gezogenen Analogstick ausgelöst. Während der Kämpfe füllt sich zudem eine Anzeige für die sogenannte Unisono-Attacke. Bei vollem Balken kann man damit eine Stafette von Spezialangriffen auf ein Monster hageln lassen. Leider fehlt es dem Kampfsystem, obwohl es genügend Einstellungen für die eigene Strategie gibt, an Taktik. Mit einem Schwertkämpfer drischt man eigentlich jedes Mal ohne viel Nachzudenken auf die Gegner los. Schlägt, blockt und schlägt bis er Geschichte ist. Diese simplen, schon teilweise an ein Prügelspiel erinnernden, Auseinandersetzungen können aber dank intuitiver Steuerung unterhalten. Magier haben da schon einen etwas langweiligeren Job, weil sie stets im Hintergrund verweilen und so eigentlich zur Bewegungsstarre verurteilt sind, da sie mit ihren Nahangriffen kaum etwas ausrichten können. Normalen Zockern fehlt dadurch schnell die spielerische Herausforderung. Nichts desto trotz braucht das Team jemanden der sich um die Heilung der Kameraden kümmert. Immerhin kann man diese Rolle ja dem CPU zu schieben, der diese auch sehr zufriedenstellend ausfüllt. Überhaupt ist die KI der CPU-Kollegen so gut , dass man bei einigen Kämpfen ruhig das Pad zu Seite legen und zusehen könnte, und sie würden auch ohne menschliches Einwirken gewinnen. So viel noch mal zum Thema Taktik.

Motivation
Auch wenn die Kämpfe und das Aufleveln der Charaktere wegen ebenbeschriebener Schwächen nicht so sehr motivieren wie bei anderen Genrevertretern, wird man doch durch die spannende Geschichte gefesselt. Denn diese wartet mit ständigen überraschenden Wendungen auf. Wenn man auch einiges erahnen kann, ist man doch des öfteren erstaunt über das Aufdecken neuer Verschwörungen. Schon sehr bald verschwimmt die Grenze zwischen Gut und Böse und man weiß nicht mehr, wem man noch trauen kann. Und obwohl die eigentliche Spielzeit des Hauptplots locker die 40 Stunden Marke knackt, haben die Entwickler noch jede Menge Sidequests eingebaut. Allerdings laufen einen diese kleinen Nebenaufträge nicht einfach mal so über den Weg. Durch das Wechseln der führenden Person lassen sich von Passanten spezielle Infos und Geheimnisse entlocken. Da diese dann aber nur auf einen bestimmten Helden des eigenen Teams reagieren, heißt es viel Herumprobieren, worauf sich wahrscheinlich nur wenige einlassen. Schließlich möchte man lieber die umfangreiche Story weiter vorantreiben. Selbst dass Auffinden der Wunderköche, die einem Zutaten für bestimmte Gerichte (,die nach einem Kampf die eigenen Recken regenerieren,) verraten, noch das Sammeln von Items oder das Zusammenarbeiten mit einer großen Forscherorganisation bleiben eher unbeachtet. Abwechslung sucht man höchstens in kleinen Minispielen, die man in ein paar Orten findet. Rührt vielleicht daher, dass ich es nicht alleine gezockt habe. Genug Beschäftigungsmöglichkeiten hat Namco jedenfalls implantiert.

Fazit
Nach den hervorragenden Kritiken der Spielmagazine hätte ich von Tales of Symphonia etwas mehr erwartet. Es ist natürlich klasse, dass endlich mal wieder ein großes Japano-Rollenspiel die PAL-Gefilden erreicht. Besonders auf dem Cube gabs bis jetzt eigentlich nur Skies of Arcadia Legends. Und es macht auch Laune mit den charmanten Helden über die Kontinente zu ziehen, Monster zu schnetzeln, Rätsel zu lösen und Geheimnisse zu entdecken. Man taucht schon richtig in die technisch sauber präsentierte Spielwelt ein. Doch trotzdem bleibt bei einigen Punkten ein fader Nachgeschmack. Das Kampfsystem ist zwar sehr mehrspielertauglich aber insgesamt einfach zu simpel ausgefallen, um den Spieler zu fesseln. Daraus resultiert, dass man lieber schnell in der Geschichte vorankommen möchte, als sich mit den vielen Sidequests zu befassen. Aber auch bei deren Inhalt hapert’s ein wenig, denn nach zahlreichen Wendungen verliert man irgendwie etwas den Faden. Alles in allem bleibts aber ein schönes zwei Discs umfassendes Stück Software, mit dem man auch sehr viele Stunden Spaß hat. RPG-Fans schlagen definitiv zu!


Shortcut

+ schöne grafische Gestaltung von Dörfern und Städten
+ überzeugende Sprachausgabe
+ Untertitel lokalisiert
+ tolle Soundkulisse
+ keine Zufallskämpfe
+ gelungenes Dungeondesign mit Rätseleinlagen
+ mehrspielertaugliches Kampfsystem
+ charmante Helden
+ spannende (- wenn auch etwas konfuse) Story
+ viele Beschäftigungsmöglichkeiten abseits des Hauptstrangs
+ passender Schwierigkeitsgrad
+ lange Spielzeit

- sehr detailarme Oberwelt-Grafik
- etwas flaches Kampfsystem (+ mit Schwertkämpfer ganz kurzweilig; - mit Magier etwas öde)
- neben den Kämpfen steuert nur Player 1, Rest hat Pause
- (Bilder-)Gespräche im Team nerven manchmal
Infos
Erhältlich für
Genre
Rollenspiele
Publisher
Nintendo
Entwickler
Namco
Website
www.nintendo-eu...
Release
19. November 2004
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Features
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