Reizloses Gameplay und unauffällige Technik lassen Crash 'n' Burn im Rennspiel-Mittelmaß untergehen.In kaum einem anderen Konsolen-Genre kommen Spielernaturen derzeit mehr auf ihre Kosten als im Rennspiel-Sektor. Das Angebot ist breit gefächert und die bekanntesten Spielserien wie z.B.
Burnout,
Need for Speed oder
Gran Turismo finden sowohl bei jüngeren als auch älteren Zockerkreisen großen Anklang. Dahingehend wird klar, dass auch andere Publisher bereitwillig ein großes Stück vom gewinnbringenden Kuchen abhaben möchten. Gesagt, getan:
Eidos veröffentlichte nun in Zusammenarbeit mit
Climax das Arcade-Rennspiel
Crash 'n' Burn und sagt allen bisherigen Titeln dieser Sparte den Kampf an. Wir haben uns mit dem Spiel ausgiebig beschäftigt und verraten euch im Zuge des Master-Reviews, ob
Crash 'n' Burn tatsächlich eine gelungene Alternative darstellt.
Spielerisches Drumherum Zu Beginn gibt euch ein optisch ansprechendes Intro einen ersten Vorgeschmack darauf, was
Crash 'n' Burn laut Angaben des Publisher ursprünglich sein sollte. Die Rede ist
von hoch gezüchteten PS-Monstern, einem ultimativen Geschwindigkeitsgefühl sowie verheerenden Crashs. Doch wer Pläne hat, sollte diese auch richtig umsetzen. Nun aber alles der Reihe nach: Zu Beginn könnt ihr euer Gefährt in zwei von
vier Fahrzeugklassen auswählen. Im späteren Verlauf stehen euch neben
Kompakt und
Pickup dann auch die Bereiche
Muscle und
Sport zur Verfügung. Doch da die Fahrzeugliste pro Klasse nur auf ein einziges Vehikel beschränkt ist, kommt durch das Fehlen alternativer Boliden
recht schnell Langeweile auf.
Tuning-Fans dürfen immerhin aufatmen: Demnach könnt ihr vor jedem Rennen eine beschauliche Auswahl an Fahrzeugteilen, Lackierungen sowie Upgrade-Kits erstehen. Wenngleich ein wuchtiger Spoiler optisch gewiss einiges hermacht, sei euch nicht vorenthalten, dass viele Veränderungen keinen Einfluss auf das Renngeschehen haben. Kurzum: Freilich werden euch
diverse Tuning-Variationen aufgetischt - die mehr als nur
mickrige Auswahl an Fahrzeugen ist indessen unzumutbar.
Rennspielkost mit schalem Beigeschmack Nehmt ihr die spielerische Seite unter die Lupe, stellt ihr fest, dass
Crash 'n' Burn bis auf wenige Ausnahmen
» Die Grafik zeigt nur selten Stärken. |
altbekannte Genre-Bestandteile nur mittelprächtig kombiniert. Auf Einzelspieler-Ebene gilt es im Rahmen der
Meisterschaft stets verschiedenartige Events zu durchlaufen, um im Anschluss weitere Renn- und Spielarten freizuschalten. Dabei zieht jedoch der
Kamikaze-Spielmodus große Aufmerksamkeit auf sich, denn hier wird das aus
16 Vehikeln bestehende Fahrerfeld zweigeteilt und in entgegen gesetzten Richtungen aufeinander gehetzt.
Auf der Piste angekommen macht ihr Bekanntschaft mit einem
abwechslungsreichen Streckendesign, das vor allem durch schmierige Ölpfützen, lodernde Feuer und anderweitige Fahrzeugüberbleibsel auffällt. Ferner gibt sich die
Gegner-KI ausgesprochen hartnäckig und lässt kein Auge trocken, dennoch bekommt ihr
größtenteils stupide Fahrmanöver euer Kontrahenten zu Gesicht.
Auch
Crash 'n' Burn greift auf ein
variables Schadensmodell zurück, das sich sowohl in optischer als auch technischer Hinsicht bemerkbar macht. Aber auch hier haben die Entwickler ihr Augenmerk hauptsächlich auf eine spektakuläre Inszenierung gelegt und lassen Begriffe wie
Realitätssinn oder
Authentizität im Verborgenen. Die
gelungene Spielsteuerung wird dem Arcade-Racer aber gerecht und geht bereits nach kurzer Einarbeitung in Fleisch und Blut über.
Von Mehrspielerfreude und schlichter Technik Auf Mehrspieler-Pfaden zeigt der Spielspaß-Daumen jedoch zeitweise nach oben - vorausgesetzt ihr verfügt über einen
» Leicht verbrannte Rennaction. |
kostenpflichtigen
Gamespy-Zugang. Wie schon im Einzelspieler-Modus finden sich auch online insgesamt 16 Spieler zusammen, die die beste Fahrernatur unter sich ausmachen. Vor jedem Rennen treffen sich alle Teilnehmer in einer Lobby und können sich via USB-Headset austauschen. Trotzdem: Auf lange Sicht gesehen kommt durch die geringe Anzahl an Online-Spielmodi
kaum respektable Motivation auf.
Des Weiteren wird euch
in technischer Hinsicht nur ein durchwachsener Cocktail serviert. Wer nach detaillierten Fahrzeugmodellen oder farbenfrohen Rennpisten Ausschau hält, wird enttäuscht dreinblicken. Von einem ultimativen Geschwindigkeitsgefühl fehlt jede Spur, was eindeutig auf die
instabile Framerate zurückzuführen ist. Lediglich die vereinzelten Feuer- und Partikeleffekte sowie das grafisch brauchbare Schadensmodell sprechen für die Arbeit des Entwicklerstudios. Die gebotene Soundtechnik besitzt hingegen einen enorm unmelodischen Charakter und hält eine
nervtötende Synchronisation bereit. Der Soundtrack, der aus vorwiegend ermüdenden Rock-Musikstücken besteht, gibt der Akustikbewertung und schlussendlich euren Ohren den Rest.