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Spielinfos Bewertungen (4) User-Reviews (1) Screenshots (0) Spiel bewerten

682. Outlaw Golf

Xbox
» Grafik: 76
» Sound: 79
» Spielspaß Solo: 75
» Spielspaß Multi: 88
» Gesamtwertung:
78
» Anzahl Bewertungen: 4     » alle zeigen
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Infos
» Von: Millencolin
» Am: 26.04.2003
» Spielzeit: 6 - 8 h
» Grafik: 78
» Sound: 79
» Spielspaß Solo: 79
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 78
Qualität
» bewertet mit: 10
Golf ist eher als Sport für die obere Schicht bekannt. Gutes Benehmen und gepflegtes Aussehen sowie exquisite Kleidung sind Pflicht. Outlaw Golf fällt hingegen ganz anders aus. Dort wird geflucht, geschrieen oder auch mal der Caddy verprügelt.

Golfspiele sind meist realistisch und mit einer starken Lizenz ausgestattet. Tiger Woods PGA Tour, Microsoft Golf oder Links sind meist genauso ernst wie ihr Vorbildssport. Outlaw Golf fällt dort gänzlich aus dem Rahmen, denn zumindest das Umfeld keinesfalls realistisch.

Das Intro begrüßt den Spieler, zeigt aber leider kaum etwas vom Spiel. Es werden kurz die absolut abgedrehten Charaktere vorgestellt und abgeht es ins Hauptmenü.

Besonders die Charaktere sind das Herz des Spiels. Neben einem blutrünstigen Arzt, einen fluchenden Rapper und einer Domina samt Untertarnen sind noch weitere verrückte Personen spielbar, denen man wohl lieber nicht nachts auf der Straße begegnen möchte. Jeder der Hauptcharaktere besitzt noch einen eigenen Caddy, der, wenn es nötig ist, auch mal ein paar Schläge abbekommt. Am Anfang kann man nur zwischen vier Charakteren wählen, wer aber besonders erfolgreich spielt, darf auch mit den anderen sieben Charakteren ans Tee. Jeder Charakter besitzt bestimmte Stärken in den Eigenschaften Genauigkeit, Ballkontrolle, Gelassenheit und Distanz, die sich auf das Spiel wirken. Diese Eigenschaften lassen sich im späteren Spielverlauf natürlich noch in der sogenannten "Outlaw Range" verbessern.

Es gibt im Spiel drei Kurse mit jeweils, wie es sich für einen Golfkurs gehört, 18 Löchern. Diese können optisch gefallen und bringen auch spielerisch Abwechslung. Jedoch hätten es auch ein paar Kurse mehr sein können.

Als Spielmodi gibt es einerseits ein schnelles Spiel und andererseits der Tourmodus. Im schnellen Spiel kann man zwischen:

Stoke (1-4 Spieler), dass wie ein ganz normales Golfspiel abläuft. Also werden alle Schläge gezählt und der Spieler mit den wenigsten Schlägen gewinnt das Spiel. Im Match (2 Spieler) werden hingegen nur die gewonnen Spiele gezählt. Skin (2-4 Spieler): hier wird um Geld gespielt. Im Casino (2-4 Spieler) wird gewettet. Time Attack (1-4): Hier interessiert nicht die Schlagmenge für ein Loch, sondern die Zeit, die man fürs Einlochen braucht. Beim Best Ball gewinnt der Spieler mit der besten Runde. Im Team argiert man im ScrambleModus (4 Spieler). In My one and Only (1-4) erhält jeder einen Putter sowie einen weiteren Schläger um einen Kurs hinter sich zu bringen.

In der Tour werden diese einzelnen Spielmodi gemischt gegen Computergegner gespielt. Hier lassen sich Specials wie neue Charaktere, Schläger oder Bälle freispielen. Dies ist aber zumindest für Einsteiger ein Ding der Unmöglichkeit. Viel Übung steckt hinter einer erfolgreichen Golfkarriere.

Zwar lässt das ganze Ambiente eher an ein arcadelstiges Spiel erinnern, aber die Steuerung sowie der Schwierigkeitsgrad zeigen ganz etwas anderes.

Vor dem Schlag bestimmt ihr die Weite sowie die Richtung. Mit der X-Taste könnt ihr die wahrscheinlich Flugbahn verfolgen und mit A geht’s an den Ball. Nun stellt ihr mit dem rechten Stick die Schlagstärke ein und das verläuft ganz anders als in anderen Golfspielen. Wenn ihr den Stick nach unten drückt verläuft eine rote Anzeige von links nach rechts. Wenn ihr glaubt die richtige Stärke eingestellt zu haben drückt ihr den Stick schnell nach vorne. Wenn ihr ein besonders gutes Timing an den Tag gelegt habt wird aus dem Ball eine brennende Kugel und der Ball fliegt besonders weit. Wenn ihr jedoch ausversehen mit dem Stick ein wenig nach links oder nach rechts neigt wird aus dem Ball ein Slide oder ein Hook. Leider passiert dies sehr schnell, doch falls ihr ein Schlag wirklich total verhunzt, lässt er sich auch mit der Y-Taste wiederholen. Das Putten hingegen ist eine Sache für sich. Mit der weißen Taste lässt sich ein Gitter anzeigen, mit dem man die Höhenunterschiede des Grüns sehen kann. Mit der X-Taste lässt sich nun wieder der wahrscheinliche Weg des Balls sehen. Jedoch verändert der Wind die Laufbahn viel zu stark und somit wird das Putten meist zur Frust.

Eine weitere Änderung im Vergleich zu einer herkömmlichen Golfsimulation ist die Gelassenheitsanzeige. Wenn der Spieler schlechte Bälle schlägt wird er sauer und die Gelassenheit geht runter. Als Konsequenz trifft der Protagonist die Bälle nicht gut und versagt beim Putten. Wenn jedoch ein paar Bälle ut gelingen geht diese Anzeige hoch und das Glück kommt zurück.
Wenn diese Anzeige mal ganz im Keller ist, hilft es auf Druck der Y-Taste den Caddy zu verprügeln. Dies läuft ähnlich wie bei Tanzspielen ab. Ihr müsst wenn sich ein bewegender Strich im richtigen Bereich befindet, A drücken. Da durch führt ihr Charakter eine schmerzhafte Combo an den Caddy aus. Wenn dies besonders gut gelingt ist die Gelassenheitsanzeige wieder im hohen „Grünenbereich“.

Ein Prunkstück des Spiels ist der Multiplayer. Die Abwechslung in den Spielmodi sowie der Spaß an verunglückten Schlägen, macht Outlaw Golf zu einen der besseren Multiplayerspielen für die Xbox. Es lassen sich die oben genannten Spielmodi natürlich auch im Multiplayer spielen. Leider ist es aber zumeist schwer für Anfänger mit schon geübten Spielern mit zu halten.

Die Grafik ist im großen und ganzen sehr nett und ansehnlich. Weitläufige Areale mit einer schönen Fauna, der comichafte Look und gute Animation der Charaktere können begeistern. Auch die Replays sind nett gemacht. Die Zuschauer sehen hingegen langweilig und träge aus und manchmal scheint die Landschaft zu flimmern. Jedoch werden sie wenigstens zur „Lachnummer“ wenn man sie mit dem Golfball gegen die Stirn trifft.

Die Sound des Spiels ist nett gemacht. So sind die Soundeffekte im Spiel selber gut und die Kommentare zumindest am Anfang lustig. Doch im späteren Verlauf des Spiels wiederholen sich diese Kommentare und deshalb schaltet man diese manchmal einfach nur ab. Die Musik ist ganz nett, ist aber auch nichts besonderes. Die Funktion eigene Soundtracks von der Festplatte zu benutzen wird leider nicht unterstützt.

Eigene Meinung:
Outlaw Golf ist wirklich eine willkommene Abwechslung im tristen Golf leben. Leider hat es aber auch seine schlechten Seiten. Am Anfang kann es schon sehr frustrierend sein, wenn der Abschlag als Querschläger nach links geht und danach die Konkurrenz erbarmungslos vorbei zieht.

Im Großen und Ganzen ist Outlaw Golf eine nettes Spiel, welches durch seine Charaktere profitiert. Wer also auch sonst gerne mal den weissen Ball schlägt und einfach keine Lust auf eine ernste Simulation hat, kann sich Outlaw Golf auf jedenfall zu legen. Anfänger sollten lieber einmal anspielen.

Für die Xbox Live-Besitzer ist auch schon der Nachfolger angekündigt, der dieses Feature beinhalten soll.

Pro: abgedrehte Charaktere
schöne Landschaft
gut im Multiplayer

Contra: es kommt schnell Frust auf
langweiliges Publikum
störende Kommentare
Infos
Erhältlich für
Genre
Sport
Publisher
TDK Mediactive
Entwickler
Hypnotix
Website
www.simonsays.c...
Release
Erhältlich
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