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Spielinfos Bewertungen (6) User-Reviews (1) Screenshots (6) Spiel bewerten

224. Star Ocean: Till the End of Time

PS2
» Grafik: 85
» Sound: 88
» Spielspaß Solo: 90
» Spielspaß Multi: 70
» Gesamtwertung:
89
» Anzahl Bewertungen: 6     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 4 /5
» Durchschnittswertung: -
» Anzahl Bewertungen: 0     » alle zeigen
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Infos
» Von: majerle
» Am: 17.10.2005
» Spielzeit: >50 h
» Grafik: 80
» Sound: 85
» Spielspaß Solo: 79
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 79
Pro
Einfache Steuerung
Rendersequenzen
Abwechselungsreiche Umgebungen
Zahlreiche Rätsel
Schöne Melodien
Contra
Unausgeglichener Schwierigkeitsgrad
Zäher Spielbeginn
Lange Dialoge
Teilweise emotionslose Sprecher
Keine deutsche Übersetzung
Qualität
» bewertet mit: 10
Star Ocean Till the End of Time

Der junge Erdenbewohner Fayt Leingod macht zusammen mit seinen Eltern und seiner Jugendfreundin Sophia einen gemütlichen Familienurlaub auf Hydra IV. Die Idylle wird jedoch durch einen völlig unerwarteten Angriff einer unbekannten außerirdischen Armee zerstört und sämtliche Bewohner versuchen der Schlacht zu entkommen. Während der Flucht wird Fayt durch eine Verkettung unglücklicher Umstände von seinen Eltern und Sophia getrennt und landet letztendlich auf einem primitiven Planenten. Fayt ist nun vollkommen auf sich alleine gestellt und kann nur bedingt auf seine moderne Ausrüstung verlassen, da er die Entwicklung der einheimischen Zivilisation nicht beeinflussen möchte. So begibt sich Fayt nur mit einem Schwert bewaffnet auf die Suche nach einer Möglichkeit den Planeten so schnell (und unbemerkt) wie möglich zu verlassen. Aber schon nach kurzer Zeit muss Fayt feststellen, dass dieser rückständige Planet so manches Geheimnis birgt. So nimmt Fayts Schicksal seinen Lauf.

Die Geschichte von Star Ocean braucht zwar einige Zeit bis sie so richtig in Fahrt kommt, aber mit jeder Spielminute steigert sich das Niveau der Geschichte und die Erzählweise. Ähnlich den modernen Final Fantasy Teilen wird die Story mittels sehr langer und teilweise zäher Dialoge in Spielgrafik erzählt. Dabei müsst ihr in regelmäßigen Abständen bestätigen, ob ihr das Gespräch fortsetzen wollt, was die Dauer nochmals unnötigerweise verlängert. Bei wichtigen Ereignissen setze Square Enix auf Rendersequenzen, die sich auf ähnlichem Niveau befinden wie bei den konzerneigenen Final Fantasy Teilen. Anfangs mag einem die Geschichte ziemlich vorhersehbar erscheinen, doch den Entwicklern ist es gelungen mittels zahlreicher Wendungen einen großen Spannungsbogen aufzubauen, der am Anfang der zweiten DVD seinen absoluten Höhepunkt erreicht. Dann kommt es zu einer großen Geschichtswendung mit der wohl kein Spieler rechnet. Einfallslosigkeit kann man den Entwicklern wahrlich nicht vorwerfen, denn die Wendung wartet mit einer wahren Überraschung auf, an der sich allerdings die Geister der Spieler scheiden werden.
Klarerweise bestreitet Fayt sein Abenteuer nicht die ganze Zeit alleine, sondern kann sich so einiger tatkräftiger Unterstützung versichern. Die ist auch bitter nötig, denn Fayt und seine Weggefährten müssen während ihres langen Abenteuers sehr viele Kämpfe austragen.

Das Echtzeitkampfsystem lässt sich erfreulicherweise sehr einfach steuern. Mittels der X-Taste führt ihr leichte Angriffe und mittels der Kreis-Taste starke Angriffe aus. Dabei beachtet das Spiel eure Entfernung zum jeweiligen Gegner, wodurch ihr insgesamt vier Attacken mit nur zwei Tasten ausführen könnt. Selbstverständlich bekommt ihr am unteren Bildschirmrand eingeblendet ob ihr nah oder weit vom Gegner entfernt seid, und wisst somit welche Attacke ihr zu diesem Zeitpunkt ausführen würdet. Das Blocken geht sogar noch leichter von der Hand, denn dazu müsst ihr einfach nur ruhig stehen bleiben. Trotzdem solltet ihr während der Kämpfe nicht ständig stehen bleiben, denn starke Angriffe können Blocks, egal ob eure oder die des Gegners, durchbrechen. Außerdem dient das Stehen bleiben nicht nur dem Blocken von Angriffen, sondern auch um eure Fury (Ausdauer)-Leiste wieder zu füllen. Mit jeder Attacke, mit jeder Bewegung verbraucht ihr etwas Kondition, dadurch soll vermieden werden, dass ihr nur wild auf die Tasten eures Gamepads einhämmert. Anfangs gestalten sich die Echtzeitkämpfe dank eines angenehmen Schwierigkeitsgrades sehr leicht, aber während des Spielverlaufs wird dieser mehrmals plötzlich extrem angezogen, was für so machen Frustmoment sorgen wird. Zum Glück erhaltet ihr durch eure schlagfertigen Kameraden Unterstützung, ohne die Star Ocean absolut unspielbar wäre. Allerdings ist die KI der eigenen CPU gesteuerten Kameraden alles andere als gut, so könnt ihr zwar in den Menüs zahlreiche taktische Maßnahmen ergreifen, ihre Umsetzung wird oftmals trotzdem nicht befolgt. So wird es euch öfters passieren, dass ihr einen Kämpfer sehr defensiv einstellt und dieser sich trotzdem mitten ins Kampfgetümmel begibt. Zum Glück lassen sich die Kämpfe zu jedem Zeitpunkt pausieren, indem ihr ein Kampfmenü aufruft. Dort könnt ihr euren Charakteren nicht nur zahlreiche Befehle geben, sondern auch in euer Inventar gehen und wichtige Items einsetzen. Interessanterweise sind die meisten Standardgegner zu Anfang des Spiels deutlich schwerer als viele Bossgegner. Dies liegt aber vor allem daran, dass sich eure Gefährten gemeinsam mit euch nur um den jeweiligen Bossgegner kümmern und dieser somit schneller viel mehr Schaden nimmt. Dadurch ist es möglich viele Bossgegner in Star Ocean in weniger als einer Minute zu besiegen, während euch normale Gegner durchaus zwei Minuten oder mehr kosten können. Trotz des hohen Schwierigkeitsgrades und der KI machen die Kämpfe, dank der einfachen Steuerung irgendwie Spaß und sind sicher eine ganz große Stärke des Spiels.

Lob verdienen die ausgezeichnet gestalteten Menüs, die allesamt sehr übersichtlich sind. In diesen könnt ihr zahlreiche Einstellungen vornehmen, und festlegen welche Fähigkeiten eure Kämpfer in den Schlachten einsetzen sollen. Außerdem könnt ihr dort auf einfach Art und Weise die Skill Points auf Fähigkeiten wie HP, MP, Attack und Defense verteilen, wodurch ihr bei der Charakterentwicklung sehr großen Freiraum genießt.

Star Ocean zeichnet sich im Vergleich zu Rollenspielen wie Final Fantasy durch bedeutend längere Dungeons mit zahlreichen fordernden Rätseln aus. Außerdem gibt es in diesem Spiel keine Zufallskämpfe, denn ihr könnt jeden Gegner auf dem Bildschirm sehen und gegebenenfalls ausweichen, was sich aber teilweise schwerer gestaltet als man annimmt. Den eure Gegner sind ziemlich hartnäckig und verfolgen euch durchaus über längere Distanzen und zumeist befinden sich mehrere Gegner an einer Stelle. Wie fast alle Konsolenrollenspiele sichert man auch in Star Ocean seinen Spielstand an bestimmten Speicherpunkten, die zumeist ausreichend vorhanden sind. In einzelnen Dungeons sind die Wege zwischen zwei Speicherpunkten aber eben doch etwas zu groß und so kann es leicht passieren, dass ihr eine Stunde oder länger nicht zum Abspeichern kommt. Ansonsten kann man Square Enix keine Vorwürfe beim Dungeondesign machen. Die Rätsel weichen endlich Mal vom üblichen Schalter umlegen oder Kisten verschieben ab und jeder Dungeon unterscheidet sich in punkto Aussehen vom anderen.

Ein ganz wichtiger Aspekt von Star Ocean ist das Erfinden bzw. Verbessern von Gegenständen. Ihr könnt nahezu jeden Gegenstand und jede Waffe verbessern und mit zusätzlichen Eigenschaften versehen, oder ihr erfindet gänzlich neue Gegenstände. Sofern ihr über genügend Kleingeld und die richtigen Erfinder verfügt, von denen genug im Spiel herumlaufen. Vor allem gegen Ende des Spiels gewinnt das Erfinden an besonderer Bedeutung, denn mit Standardwaffen ist es dann ziemlich schwer den Gegnern noch großen Schaden zu zufügen. Deshalb empfiehlt es sich alle Waffen durch diverse Items aufzuwerten, allerdings solltet ihr immer abspeichern bevor ihr versucht etwas zu erfinden. Denn oftmals werdet ihr mit dem Endergebnis nicht zufrieden sein und so würdet ihr euch über die verloren Ressourcen ziemlich ärgern.

Grafisch ist Star Ocean relativ ansehnlich, die Charaktere verfügen durchaus über einige Details, hätten aber ruhig noch etwas Feinschliff vertragen können. Die Umgebungen sind sehr abwechselungsreich gestaltet und geben keinen Grund zur Klage. Zur besseren Orientierung könnt ihr jederzeit im Spielhintergrund eine Karte aufrufen, auf der alle Orte, Räume und wichtigen Personen eingezeichnet sind. Dadurch kann man sich in den teilweise sehr weitläufigen Dungeons und Städten schnell und leicht zurechtfinden.
Der Soundtrack von Star Ocean gehört wiederum zu den klaren Stärken des Spiels, den dieser erzeugt zu wirklich jedem Zeitpunkt eine sehr dichte Atmosphäre und lässt einen viel leichter mit den Charakteren mitfühlen. Die englische Sprachausgabe ist recht ordentlich gelungen, aber einzelne Sprecher wirken über den gesamten Spielverlauf doch etwas emotionslos, was ein klein wenig der Atmosphäre schadet.

Star Ocean ist leider ein sehr durchwachsendes Rollenspielerlebnis. Irgendwie wirkt das gesamte Spiel unfertig, denn an allen Spielaspekten gibt es so einiges zu verbessern, trotzdem weiß das Spiel eine gewisse zeitlang zu unterhalten. An der innovativen Geschichte werden sich, wie schon weiter oben erwähnt, die Geister scheiden, einen Blick ist das Spiel aber alle Mal wert. Allerdings werdet ihr an Star Ocean nur euren Spielspaß haben, sofern ihr der englischen Sprache mächtig seid, denn leider wurden die zahlreichen Dialoge nicht ins Deutsche übersetzt.
Fazit
Am Anfang fand ich die Erzählweise von Star Ocean ziemlich zäh, aber mit der Zeit zog mich die immer dramatischer werdende Story in ihren Bann. Mit der Zeit konnten mich auch die Echtzeitkämpfe mit ihrer Einfachheit und doch vorhandenem taktischen Tiefgang überzeugen. Kurz nach Beginn der zweiten DVD endete für mich allerdings schlagartig der Spielspaß, denn mit der völlig überraschenden Geschichtswende war für mich die Luft draußen. Das Spiel konnte mich einfach nicht mehr begeistern und hatte, mit seiner sicherlich sehr innovativen Idee, einfach keinen Reiz mehr für mich. Aber ich bin überzeugt, dass es ausreichend Spieler gibt, denen diese Geschichte absolut zusagt.
Infos
Erhältlich für
Genre
Rollenspiele
Publisher
Ubisoft
Entwickler
Tri-Ace
Website
www.ubi.com/DE/...
Release
01. Oktober 2004
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