Wißt ihr noch, was bei ersten Oddworld auf der Playstation soviel Spaß gemacht hat?
Mir schießen da zwei Dinge sofort in den Kopf.
Zuerst der abgefahrene Humor.
In welchem Spiel unterhält man sich durch furzen und rülpsen.
Zweitens, die Geschichte um Abe, der sich vom normalen Fabriksarbeiter zum Held der Welt mausert.
Jetzt will Oddworld Inhabitants an den Erfolg der Playstation Vorgänger anknüpfen und beglückt die Spielergemeinde mit einem Nachfolger - Oddworld: Abes Odyssee
Da sich durch die Vorgänger schon ein recht lebendiges Videospieleuniversum entwickelt hat, erklären die Entwickler die Story mit einem kleinen Kniff.
So habt ihr die Möglichkeit euch die bisherigen Ereignisse in ein paar Zwischensequenzen ansehen.
Diese sind im Hauptmenü abrufbar.
Das besondere daran, es handelt sich um die Intros, Abspanne und Zwischensequenzen der Vorgänger.
Damit soll sich der Spieler im Oddworld-Universum einleben und die Hintergründe etwas leichter verstehen können.
Ob es wirklich nötig war, stelle ich mal in Frage, da es sich bei Abes neuestem Abenteuer eigentlich um die ewige "Öko"-Geschichte handelt.
Die "Bösen" verwursten (sie verwursten wirklich) Abes Artgenossen oder vom aussterben bedrohte Fauna.
Mitten drin statt nur dabei ist wiedermal der unerschrockene Abe, der sich mittlerweile zu einem echten Volkshelden gemausert hat.
Die wohl größte Neuerung besteht darin, daß Abe nicht mehr alleine ist.
Er hat jetzt einen neuen Kumpel names Munch, mit dem er so manches Rätsel lösen muß.
Natürlich unter Ausnutzung der jeweiligen Fähigkeiten des anderen.
Grafik
Für ein first generation game ist die Grafik wirklich ansehlich!
Alle Charaktere sind unheimlich schön animiert worden und glänzen durch tolle Bewegungsabläufe und kleine Details.
Die absoluten optischen Leckerbissen sind aber, wie immer bei einem Oddworldteil, die Zwischensequenzen.
Diese sind einfach wunderschön in Szene gesetzt und stehen animierten Kurzfilmen in nichts nach.
Auch die Landschaften können sich sehen lassen und glänzen durch tolle Licht- und Wassereffekte.
Auge was willst du mehr?
Ein bischen Licht!
Stellenweise waren mir die verschiedenen Innenlevel etwas zu düster.
Da hätten die Programmierer ruhig ein paar Lampen mehr aufhängen können.
Sound
Erwartet euch hier nicht die Weltsensation.
Trotzdem kann man den Sound durchaus als gelungen ansehen.
Vorallem die "Sprach"-Samples sind wiedermal hervorragend und spätestens wenn ihr mit einer Horde Kumpels herumlauf und alle im Chor schreien:"Hi Abe! Wie gehts?", werdet ihr vom Sound begeistert sein.
Überhaupt lebt das Spiel zu einem guten Teil von diesen tollen samples.
Gameplay
Rätseln bis die Birne raucht!
Auch in diesem Abenteuer geht es hauptsächlich darum, die verschiedenen Rätseleinlagen zu lösen.
Dabei läuft das ganze nach einer Art Ursache und Wirkung Methode.
Das gestalltet sich dann folgendermaßen:
Benutze Fähigkeit A an Ort B, um an Ort A mit Fähigkeit D, an Y Z zu verursachen.
Wichtig hierbei ist vorallem das Zusammenspiel der Protagonisten und ihrer Fähigkeiten.
Um euch nicht ganz alleine stehen zu lassen, haben die Entwickler keine Hinweise eingebaut, wie etwas zu lösen ist.
So werden bestimmte Fähigkeiten erst aktiviert, wenn ihr ein spezielles Getränk zu euch nehmt, diese Fähigkeit muß also genutzt werden, um das Rätsel zu lösen.
Der Schwierigkeitsgrad ist moderat und wie bei allen Rätselspielen.
Mit ein bischen knobeln und tüffteln kommt ihr bestimmt ans Ziel.
Auch die Kamera ist gut positioniert und gibt euch einen schönen Überblick über das Geschehen.
Fazit
Abe-Fans und Rätselrater kommen bei Oddworld wie immer voll auf ihre Kosten.
Durch die tolle Atmosphäre, die spaßigen Slapstick Einlagen und die witzigen Dialoge sollten aber auch mal Leute ein Spielchen wagen, die sonst eher weniger von Rätseleien halten.
Jetzt wo man das Spiel zum Budgetpreis bekommt, sollte man sich den Kauf wirklich überlegen.
Frägt sich wie er an diesem Mudokon vorbeikommt.
ots