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Spielinfos Bewertungen (9) User-Reviews (1) Screenshots (7) Spiel bewerten

216. Kingdom under Fire: The Crusaders

Xbox
» Grafik: 88
» Sound: 89
» Spielspaß Solo: 90
» Spielspaß Multi: 85
» Gesamtwertung:
89
» Anzahl Bewertungen: 9     » alle zeigen
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» Gesamtwertung: 5 /5
» Durchschnittswertung: -
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Infos
» Von: Fir3ball
» Am: 14.12.2004
» Spielzeit: > 10 h
» Grafik: 88
» Sound: 90
» Spielspaß Solo: 86
» Spielspaß Multi: -
» Gesamtwertung: 86
Qualität
» bewertet mit: 10
Die Kingdom under Fire-Reihe ist PC-Zockern sicherlich bestens bekannt. Nun brachte das koreanische Entwicklerstudio Phantagram die Serie mit Kingdom under Fire: The Crusaders auf die Xbox. Ob der Genremix aus Hack ’n Slay, Rollenspiel und Strategiespiel gelungen ist, lest Ihr in unserem Review.

Der immerwährende Kampf

Die gelungene Geschichte des Spiels handelt von einem erbarmungslosen Kampf zwischen dem Bündnis der Menschen und der dunklen Legion, der nach 50 Jahren Frieden wieder ausbricht und bietet neben unzähligen Massenschlachten auch Intrigen, Verrat und Platz für Heldengeschichten.
Das komplette Geschehen spielt sich auf dem Koninent Bersia ab, welcher in die Regionen Ecclesia, Azilla, Hironeiden, Vellond und Hexter aufgeteilt ist.
Doch schlagt Ihr euch im Spiel nicht auf eine Seite, sondern kämpft in den vier Kampagnen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in der Rolle von vier verschiedenen Charaktären sowohl für das Bündnis der Menschen, als auch für die dunkle Legion. Dabei setzt sich jede Kampagne aus mehreren Missionen zusammen, die euch mittels übersichtlicher 3D-Karte in verschiedene Orte Bersias bringen. So kämpft Ihr im Verlauf des Spiels in Wüsten, Burgen, Städten, Tälern oder Wäldern.
Doch nicht nur die Welt wurde abwechslungsreich gestaltet, sondern auch die nicht linearen Missionen: So müsst Ihr z.B. Freunde eskortieren, feindliche Lager niederbrennen oder Burgmauern einreißen und habt fast immer mehrere Wege, um zum Ziel zu kommen. Dementsprechend passt sich natürlich auch die Story an.
In den knapp 50 Missionen kommt es immer wieder zu Massenschlachten, die ähnlich wie bei der Dynasty Warriors-Reihe komplett in Echtzeit ablaufen. Da die Missionen noch dazu durchaus lang ausfallen, dürft Ihr mit einer Nettospielzeit von knapp 30 Stunden rechnen.

3… 2…1…Fight!

In den zahlreichen Hack ’n Slay Einlagen des Spiels schnetzelt Ihr euch durch riesige Gegnerhorden, natürlich ist die Steuerung dementsprechend einfach ausgefallen: Neben zwei Tasten für Angriffe und Combos, braucht Ihr jeweils eine weitere Taste, um zu Blocken oder Spezialmanöver auszuführen.
Noch dazu findet sich am unteren Bildschirmrand eine Spezialleiste: Ist diese durch Attacken oder schlaue, strategische Entscheidungen gefüllt, dürft Ihr per Knopfdruck einen eurer Offiziere zu Hilfe rufen oder einen bereits erlernten Zauberspruch ausführen.
In jeder erfolgreichen Schlacht und Mission winken Erfahrungspunkte und Gold, die Ihr in eurem Lager gegen bessere Waffen oder Zaubersprüche eintauschen könnt, außerdem dürft Ihr im Lager speichern und neue Einheiten rekrutieren. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad relativ hoch ausgefallen, weswegen Ihr so manche Schlacht oder Mission von Neuem beginnen dürft, noch dazu bringt das etwas zu komplexe Gameplay vor Allem Anfänger zur Weisglut.

Mit der richtigen Strategie besiegt man jeden Feind

Der Strategieteil von Kingdom under Fire: The Crusaders ist sehr umfangreich ausgefallen: Neben Elementen wie dem Angriff von einer Anhöhe oder der Formation eurer Truppen spielen aber auch winzige Details eine wichtige Rolle. So gilt es zum Beispiel, den Stand der Sonne oder die Umgebung des Gegners zu beachten: Lasst Ihr eure Bogenschützen gegen die Sonne schießen, sind sie geblendet und treffen schlechter. Sind Gegner von Holz oder trockenem Gras umgeben, zündet Ihr einfach eure Pfeile an und räuchert die Gegner aus.

Die Steuerung des Spiels ist sehr gelungen: Sowohl im Stragie- als auch im Hack ’n Slay-Part habt Ihr nach nur kurzer Eingewöhnungszeit alles im Griff. Die aufrufbare Übersichtskarte, die Hotkeys und die Kombinationen aus zwei Knöpfen für einen Specialmove komplettieren die rundum gelungene Steuerung des Spiels.

Doch Kingdom under Fire: The Crusaders ist nicht nur für Solisten geeignet: Für Spieler mit einem Breitband-Internetanschluss bietet das Spiel die Möglichkeit, via Xbox Live im Mann-gegen-Mann-Deathmacht gegen Spieler aus der ganzen Welt anzutreten. Dazu können umfangreiche Echtzeitstatistiken begutachtet werden. Auch hier läuft das Geschehen angenehm ruckel- und lagfrei über den Bildschirm.
Alles in Allem überzeugt der Online-Multiplayer-Modus und bietet ebenso lange Spaß, wie der Singleplayer-Part.

Mangelnde Übersicht

Das wohl größte Problem des Spiels ist die Kamera: Sie ist zu dicht am Geschehen, was zu Übersichtsproblemen führt. So kommt es leider nicht selten vor, dass euch Objekte wie Bäume die Sicht versperren oder dass Ihr nicht weit genug sehen könnt, um euren Truppen den Angriff auf ein bestimmtes Ziel zu befehlen. Zwar kann man die Kamera mit Hilfe des rechten Analogsticks etwas nachjustieren, nervig ist das Kameraproblem dennoch.
Wenig zu meckern gibt es bei der Grafik des Titels: Exzellent modellierte Spielfiguren mit wunderschönen und butterweichen Animationen wissen zu gefallen. Wenn man bedenkt, dass sich teilweise bis zu 1000 Einheiten auf dem Bildschirm tummeln, ist es einen besonderen Lob wert, dass die Grafik nie ruckelt. Gelungene Effekte runden grafischen Gesamteindruck ab.
Ein wenig Anlass zur Kritik bieten die etwas leb- und lieblosen, sowie detailarmen Landschaften: Hier hätte sich Phantagram unbedingt mehr ins Zeug legen sollen. Oft läuft man über Graslandschaften, auf denen sich nur hier und da mal ein Baum oder ein Busch finden lässt. Dies ist wohl der Preis für die ruckelfreie Optik.
Rundum überzeugend präsentiert sich der Sound von Kingdom under Fire: The Crusaders: Besonders die Musikuntermalung ist sehr innovativ und überzeugt mit harten Metal-Songs. Doch auch die deutsche Sprachausgabe kann durchweg als gelungen bezeichnet werden: Die Sprecher sind mit der nötigen Prise Engagement zu Werke gegangen.


Pro und Contra:

+ gelungener Genre-Mix
+ sehr viele, abwechslungsreiche und lange Missionen
+ gute Steuerung
+ gelungener, innovativer Soundtrack
+ tolle deutsche Synchronisation
+ gute und ruckelfreie Grafik (Charaktere, Effekte)
- unübersichtliche Kamera
- in großen Massenkämpfen dezent verwirrend
- triste Umgebungsgrafik

Fazit: Entwickler Phantagram liefert mit Kingom under Fire: The Crusaders einen wirklich gelungenen Genremix aus Strategie-, Rollenspiel- und Hack ’n Slay ab. Das Spiel bietet sehr viele abwechslungsreiche und lange Missionen. Noch dazu überzeugt die Steuerung vollends. Sound und Grafik sind auch gelungen: Der innovative Metalsoundtrack weiß ebenso zu gefallen, wie die gelungene deutsche Synchronisation. Die ruckelfreie Optik überzeugt mit tollem Charakterdesign und wunderschönen Effekten, bietet aber leider auch eine triste Umgebungsgrafik. Dazu verliert man in größeren Massenkämpfen (auch durch die misslungene, zu nahe Kamera) schnell die Übersicht.
Trotzdem ist Kingdom under Fire: The Crusaders ein gelungenes, interessantes Spiel, auf das man ruhig einen Blick werfen darf.

Infos
Erhältlich für
Genre
Strategie
   Action-Strategie
Publisher
Koch Media
Entwickler
Phantagram
Website
www.softunity.c...
Release
22. Oktober 2004
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Features
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