Infos
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» Spielzeit: |
20-40 h |
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» Grafik: |
79 |
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» Sound: |
93 |
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» Spielspaß Solo: |
90 |
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» Spielspaß Multi: |
- |
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» Gesamtwertung: |
89 |
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Pro
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geniales Gameplay |
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1A Soundtrack+eigene Tracks |
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Classic-Mode |
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umfangreicher Editor |
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Contra
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Grafik etwas veraltet |
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zu Fuß-Steuerung |
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Extra-Vehikel |
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Qualität
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Spätestens seit dem ersten Titel der THPS-Reihe dürfte der Name Tony Hawk auch jedem Nicht-Skateboard-Begeisterten ein Begriff sein. Schon damals konnte man die schlagartig wieder entfachte Rollbrett-Manier und deren junge Gefolgschaft beobachten, welche immer noch anhält. Kein Wunder, dass Activisionauch an der regelmäßigen Fortsetzung der Skateboard-Reihe festhält. Mit Tony Hawk’s Underground 2 geht es also zum zweiten Mal in den Untergrund...zu Recht?
Macht kaputt was euch kaputt macht
Seit der Underground-Reihe kommt es nicht nur darauf an, mehr oder weniger sinnlos durch die Gegend zu „brettern“. Vielmehr wurde eine kleine Story ins Spiel mit eingeflochten. Entwickler Neversoft schlägt diese Richtung offensichtlich weiter ein, und setzt sogar noch einen drauf. Es geht um die World Destruction Tour, ein kleiner Spaß aus den kranken Köpfen von Tony Hawk und Bam Magera, welcher sich neben seinen Skateboardkünsten auch durch skurrile Aktionen bei CKY oder Jackass einen Namen gemacht hat. Bei besagter Tour geht es schlichtweg darum, eine zerstörerische Reise rund um die Welt zu absolvieren. Hierbei sind nicht nur zahlreiche Profi-Skater mit an bzw. auf Board, sondern auch bekannte Gesichter aus der Jackass-Reihe, wie beispielsweise Phil, Wee-Man oder Steve-O geben sich die Ehre.
Das ganze läuft in Form eines Wettstreits zwischen Herrn Hawk und Mr. Magera ab. Hierzu werden zwei Teams gebildet…folglich „Team Tony“ und „Team Bam“. Als gänzlich unbekannter Skater werdet ihr kurzerhand entführt und zunächst in Tony Hawk’s Team aufgenommen und nach einer kleinen, amüsanten Einführungssequenz geht es erstmal ab ins altbekannte Warehouse, um eure Fähigkeiten zu festigen, bevor ihr die Metropolen dieser Welt in eine Mischung aus Zerstörung, Chaos und flachen Gags hüllt.
Die Bretter die die Welt bedeuten
Los geht’s also mit dem kleinen Roadtrip, welcher euch unter anderem in Städte wie Barcelona, Boston oder auch unsere Hauptstadt Berlin führt. Die Level sind wie gewohnt weitläufig und bieten enorm viel Möglichkeiten für Tricks und waghalsige Stunts jeglicher Art. Zwar haben auch die ersten vier Teile nicht gerade durch Realismus geglänzt, doch das hat ja auch niemand wirklich erwartet. Bei Tony Hawk’s Underground 2 fallen die waghalsigen Manöver noch eine Spur extremer aus. So könnt ihr nicht nur Wände einreißen, Autos explodieren lassen, oder euer Board in Brand stecken, sondern ganze Gebäude zum Einsturz bringen – schließlich geht es ja auch darum, den größtmöglichen Schaden anzurichten.
Was das allgemeine Gameplay angeht, gibt es nicht viel Neues im Vergleich zum direkten Vorgänger. Der Hauptteil besteht selbstverständlich immer noch daraus, mit Hilfe eures Gamepads und dem virtuellen Untersatz zu skaten was das Zeug hält. Hierzu stehen euch natürlich wieder zahlreiche mehr oder weniger realitätsnahe Tricks zur Verfügung, wobei eigentlich alles dabei ist, was das Skaterherz begehren dürfte. Hinzukommt, dass sich so gute wie jedes Element für irgendeine Kombo nutzen lässt, was die Langzeitmotivation auch außerhalb der Aufträge aufrechterhält.
Wie im ersten Underground-Teil dürft ihr euch wieder an Autos hängen oder vom Brett steigen um die Gegend zu Fuß unsicher machen bzw. an die unmöglichsten Stellen klettern und hangeln um bestimmte Aufträge zu erfüllen. Durch dieses Feature lassen sich auch wunderbar Kombos verlängern, wenn man nach einem gelandeten Manöver noch schnell über einen Vorsprung klettert, und mit dem Tricksen weitermacht.
Als Erweiterung wäre die Sprühdose anzusehen, die ihr mit euch führt. Wenn ihr zu Fuß seid, könnt ihr die Städte mit moderner Graffiti-Kunst verzieren, oder eure Kombos aufwerten. Die Aufgaben euer Gebiet quasi zu markieren wurden offensichtlich bei Jet Set Radio ausgeliehen, was dem Spielspaß aber natürlich nicht entgegenwirkt, schließlich handelt es sich hier um eine willkommene Neuerung. Für die Gestaltung der zahlreichen Graffitis wurden übrigens namhafte „Szene-Maler“ engagiert. Wer sich aber lieber sein eigenes Motiv erstellen möchte kann auch sein eigenes Kunstwerk an die Wände bringen.
Ebenfalls neu ist der so genannte „Natan-Spin“, mit dessen Hilfe ihr euch auf kleinen Objekten wie z.B. Hydranten um die eigene Achse drehen könnt. Eine weitere Neuerung ist der Sticker-Slap, welcher aber im Grunde ein stinknormaler Walljump ist bei dem ihr einen kleinen Sticker an der Wand hinterlasst. Mit dem Fokus-Mode könnt ihr jetzt durch Drücken des linken Analog-Sticks eine 15-sekündige Zeitlupenfunktion aktivieren. Zwar ist die Handhabung recht umständlich, aber hierdurch lassen sich extreme Kombos oder lange Grinds gerade für Neulinge leichter bewältigen. Ist euch ein aufwendiges Manöver nicht gelungen könnt ihr mittels wildem Rumekloppe auf dem Joypad den „Freak-Out“ auslösen, bei dem der jeweilige Protagonist seiner Wut freien Lauf lässt, und auf unterschiedlichste Art und Weise an seinem Board auslässt. Das ist zwar anfänglich sehr amüsant, doch nach und nach wird man sich die blauen Finger und abgenutzten Knöpfe ersparen.
Habt ihr bestimmte Tricks aber erfolgreich gestanden, werdet ihr automatisch nach und nach mit neuen Statistikpunkten belohnt.
Außerdem habt ihr jetzt die Möglichkeit Dinge wie z.B. Tomaten aufzunehmen um sie später auf unschuldige Passanten zu werfen. Alternativ hierzu kann man sie auch hin und wieder zur Erfüllung bestimmter Aufträge missbrauchen.
In jedem Level steht euch im Übrigen noch ein selbst gewählter Profi-Skater aus deinem Team zur Seite. Ihr könnt mit einem Knopfdruck zwischen den Fahrern wechseln, sobald ihr ihn gefunden habt, um weitere Missionen zu absolvieren. Der jeweilige andere Fahrer bleibt dann bis zur seiner Ablöse an Ort und Stelle stehen und wartet auf seinen erneuten Einsatz. Außerdem gibt es da noch die Spezial-Charaktere, welche durch eine bestimmte Aktion frei geschaltet und gefunden werden müssen, bevor sie euch weitere Aufträge bescheren. Das Auffinden dieser Charaktere lohnt sich aber nicht nur wegen der Aufträge und ihrer Punkte. In der Regel sind die Spezial-Aufträge noch einen Tick durchgeknallter, was oftmals an der Jackass-Besetzung liegen dürfte. Zudem dürft ihr euch zur Abwechselung auch mal auf alternativen Fortbewegungsmitteln, wie z.B. einem elektrischen Rollstuhl oder einem mechanischen Stier. Aber auch unbekannte Gast-Charaktere warten auf ihren Einsatz.
Habt ihr ausreichend Aufgaben erfüllt, und genug Schaden angerichtet, bekommt ihr per SMS eine Benachrichtigung, dass es weiter in die nächste Stadt gehen kann. Da ihr aber keinem Zeitlimit ausgesetzt seid, könnt ihr in Ruhe durch die Gegend rollen, bis euch die nächste Zwischensequenz im Jackass-Stil auf die nächste Station einstimmt.
Ich bleib’ oldschool
Es gibt sie wohl in jeder Szene-Bewegung – alte Hasen, die sich über den Verfall alter Werte beschweren, oder den schleichenden Ausverkauf der einst so gefestigten Bewegung anprangern - So auch in der digitalen Welt der virtuellen Trittbrettfahrer. In der Tat hat sich mit dem vorherigen Teil nicht nur der Name geändert. Während manche Fans die erweiterten Features und den eingebauten Story-Modus bejubelten, waren andere eher enttäuscht. Genau für diese Leute wurde in Tony Hawk’s Underground 2 neben der World Destruction Tour, dem Story-Mode, ein Classic-Mode integriert. Somit dürfen Fans der ersten vier Teile der Tony Hawk’s Pro Skater-Reihe wieder innerhalb eines 2-Minuten Zeitlimits S-K-A-T-E sammeln, Highscores knacken oder versteckte Videotapes suchen. Als besonderes Schmankerl dürft ihr dieses nicht nur auf den acht Level aus dem Storymode praktizieren, sondern bekommt auch noch sechs weitere Gebiete aus den alten Teilen spendiert. Auch die Eigenschaftspunkte können hier wieder selbst verteilt werden.
Hiermit haben Neversoft und Activion bestimmt nicht nur vereinzelte Fans der Reihe glücklich gemacht.
skate or die
Mit der Steuerung ist jeder der einmal einen Tony Hawk Titel angezockt hat, sofort vertraut. Hier hat sich grundlegend nichts geändert. Selbst die heftigsten Stunts gehen mit ein bisschen Übung locker von der Hand
Ihr habt jeweils einen Knopf für Grab- und Flip-Tricks, sowie einen für den Ollie und einen Knöpfchen zum Grinden. Mit Hilfe diesen grundlegenden Eingabeelementen seid ihr in der Lage zahlreicher Tricks und Kombinationen zu vollbringen.
Die Fußsteuerung wirkt allerdings ein wenig träge und unausgereift, aber schließlich kommt es ja auch auf die Haltung „onBoard“ an.
Anders sieht es bei der Handhabung der Spezial-Vehikel aus. Wenn sich ein Rodeo-Stier oder ein Quad im Prinzip genauso verhält wie euer Skateboard, wird eine Vernünftige Steuerung bei dem Tempo nicht wirklich ermöglicht. Vielmehr verlieren diese Spielereien schnell an Reiz, und man wünscht sich zurück auf sein Skateboard. Zudem finde ich die Aktivierung des neuen Fokus-Mode umständlich. Ansonsten gibt es da nichts auszusetzen. Die generelle Steuerung ist gewohnt gut und sorgt für ein verdientermaßen hoch gelobtes Gameplay.
Alles muss man selber machen
Bei THUG 2 habt ihr wieder zahlreiche Möglichkeiten das Spiel nach eigenen Wünschen zu modifizieren. Selbstverständlich kann man sich wieder seinen eigenen Skater kreieren, und mit einer enorm hohen Auswahl an sowohl Szene-typischen als auch äußerst bizarren Elementen bestücken. So könnt ihr nicht nur Haare, Kleidung, Stimme, Schuhe, Tattoos, Kopfformen und Körperbau, Brillen usw. bestimmen, sondern euren Skater z.B. als waschechten Zombie durch die Gegend rollen lassen.
Des Weiteren dürft ihr euch auch wieder eure eigenen Skateparks bauen, sodass man auch nach dem Storymode immer wieder für Abwechslung sorgen kann. Die Möglichkeit sich eigene Tricks und Ziele zu erstellen rundet die ganze Geschichte weiter ab.
Gewohnte Grafikkost
Grafisch betrachtet, ist das Spiel sicher nicht das non plus ultra, denn man bemerkt keinen wesentlichen Unterschied zu seinen Vorgänger-Titeln. Zwar sieht es nett aus, doch als aktuell kann man das Äußere so langsam wirklich nicht mehr bezeichnen. Allerdings bleibt ja auch nicht soviel Zeit um intensiv an einer neuen Engine zu arbeiten, wenn man jährlich einen Nachfolgertitel auf den Markt schmeißt.
Wirklich gut gelungen sind die Animationen der Charaktere. Diese sind flüssig und sind nett anzusehen, gerade bei Stürzen. Und auch die Zwischensequenzen und die spektakulären Videos sind eine Bereicherung fürs Spiel.
Ebenfalls gelungen sind der eingeführte Tag-Nachtwechsel und die dazugehörige Beleuchtung. Die Level sind allesamt interessant und clever gestaltet, und lassen eine gelungene Atmosphäre aufkommen. Über die doch recht eckigen Formen kann man da leicht hinweg sehen.
Mankos sind hin und wieder auftretende Clipping-Fehler.
Rock `n´ ROLL
Die Soundeffekte, sowie die Original-Sprachausgabe sind eindeutig positiv zu bewerten. Und wie gewohnt kommt auch dieser Teil mit einem grandiosen Soundtrack daher. Schon im Intro heizen The Doors ein, und diese sind mit Bands wie den legendären Ramones, Metallica, den Red Hot Chilli Peppers, Less Than Jake, Faith No More, Rancid, Zeke, The Melvins, The Stooges und anderen nicht alleine. Und selbst Größen wie Frank Sinatra oder Johnny Cash sind mit dabei. Bei der Musik ist für Jeden was dabei, egal ob Rock, Metal, Skate-Punk, Swing oder Hip Hop. Selbst Cool Savas durfte einen Beitrag zum Soundtrack dazusteuern.
Aber natürlich dürft ihr auch wieder eure eigenen Soundtracks verwenden!

Fazit
Tony Hawk’s Underground 2 weiß, wie seine Vorgänger, durch grandioses Gameplay zu überzeugen. Fans der Reihe werden nicht um diesen Titel herumkommen. Zwar sind die grafischen und auch die spielerischen Neuerungen absolut nicht bahnbrechend, doch Spielspaß ist garantiert. Wer dem kranken Humor der Jackass-Crew zusätzlich nicht absolut abgeneigt ist, wird ebenfalls gut unterhalten. Und dank dem Classic-Mode können auch jene Zocker wieder auf’s Skateboard steigen, die dem ersten Underground-Teil nicht so zugeneigt waren.
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